Teufelsmühlstein, Wöllersdorf

Eines Tages gefiel es dem Teufel auf dem steilen Talhang des Marchgrabens eine Mühle zu errichten. Es floß damals ein Bächlein den Berg hinunter, mit welchem er seine Mühle zu betreiben gedachte. Als er diese fertig gebaut hatte und ihr das Wasser zuleiten wolle, versiegte dieses plötzlich.

Nun wollte er das für seine Mühle notwendige Wasser aus dem kleinen Bach im Marchgraben den Berg hinaufschaffen. Er benutzte dazu eine Rinne, die stets solange das Wasser hielt, bis sich der Teufel mit seiner Last die halbe Höhe zur Mühle hinaufgeplagt hatte. Dann rann das Wasser wieder durch das Gitter der Rinne und der Böse hatte sich umsonst geplagt.

Darüber wurde er so zornig (fuchsteufelswild?), dass er mit seinen Fäusten nicht nur die mühsam erbaute Mühle, sondern auch den Berg ringsum zerschmetterte. Aus dessen Trümmern entstanden dann jene seltsam geformten Felsgebilde, die überall am Steilhang im Wald umherliegen und stehen. Die auffallendste dieser Felsgruppen ist der Teufelsmühlstein, welcher laut Sage aus den beiden mächtigen Mühlsteinen entstanden ist, die übereinander zu liegen kamen und so bis zur heutigen Zeit liegen.

Der Teufelsmühlstein gilt unter Historikern als Durchkriechstein. Er steht in exponierter Lage über dem Tal und bietet eine herrliche Aussicht. Die Dpitze des Dteines zeigt exakt nach Westen. Rund um den Stein führt ein schmaler Weg. Wer Höhenangst hat, sollte vielleicht nicht ganz bis zum Felsrand vorgehen. Am vorderen Teil kriecht man unter dem Steinspalt durch, mit Blick ins Ttal oder zur Steinmitte. Die Umrundung des Steins führt  zu einem zweiten Spalt, der zwischen dem Berg und dem Stein liegt.

Abgesehen von der herrlichen Aussicht, hat der Stein eine sehr angenehme, harmonisierende Ausstrahlung. Sogar quängelnde Kinder beruhigen sich hier schnell. Der Teufelsmühlstein bietet sich somit für viele als idealer Meditationsplatz an – Trittsicherheit und keine Höhenangst vorausgesetzt ;-)

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