Radiästhesie

Wenn man über Kult- und Kraftplätze spricht, dann kommt man unweigerlich auch auf die Radiästhesie zu sprechen. „Humbug“ und „Esoterik-Schwachsinn“ nennen das dann die einen, wohingegen andere darauf schwören und die Erkenntnisse aus den radiästhetischen Untersuchungen nicht mehr missen wollen.

Was kann die Radiästhesie?

OLYMPUS DIGITAL CAMERABekannt ist das Muten und Pendeln besonders beim Finden von Wasser. Sei es in Form von Wasseradern, die gemeinhin als Störzonen gesehen werden – was nicht immer stimmt, aber dazu mehr an anderer Stelle. Oder wenn es darum geht einen Brunnen im Garten zu graben oder eine Quelle zu finden. Hier gelten Pendler und Radiästhet*innen als wichtige Helfer, derer man sich seit Jahrhunderten bedient.

Aber die Radiästhesie kann mehr. Neben den Wasseradern gibt es ja noch zahlreiche, um nicht zu sagen unzählige andere Phänomene, die einen Platz, eine Kultstätte, einen Wohnraum charakterisieren und beeinflussen können.
Je nachdem wie die Zusammensetzung dieser Phänomene ist und in welcher Intensität sie vorhanden sind, wird dieser Ort dann als angenehm, wohltuend, inspirierend, heilig oder unangenehm, belastend und verstörend eingestuft. Diese Einstufung ist subjektiv, kann also durchaus bei jedem anders sein. Jeder Mensch ist anders und was dem einen gut tut, stört den anderen. Manche sind sensibel und spüren viel, was von anderen wieder nicht im geringsten wahrgenommen wird. Insofern gibt es also a priori keinen guten oder schlechten Platz – der Platz ist wie er ist, wertneutral. Menschen hingegen klassifizieren und versuchen zu werten. Als Strahlenflüchter – das sind Lebewesen (Pflanzen, Tiere, Menschen), die sich auf energetisch neutralen Plätze wohlfühlen – ist es für uns Menschen wichtig, einen für uns guten Platz zu finden, zum Wohnen, Schlafen, Arbeiten … schlicht: Zum gut Leben.

Die Radiästhesie kann hier wertvolle Hinweise liefern. Wobei vorweg zu klären ist, ob es sich um einen Wohnraum, ein Schlafzimmer, eine Kirche oder Kultstätte, oder einen energetisch interessanten Platz im Freien handelt, den man auch gemeinhin als Kraftort bezeichnen könnte. Denn die energetischen Phänomene, die hier wirken, sind für das eine gut oder weniger gut, können helfen, stören oder auch in eine bestimmte Richtung manipuliert werden, damit sie unterstützend wirken. Ein Wohn- und Schlafraum braucht Ruhe, in einer Kirche oder auf einem Kultplatz hingegen sind energetische Phänomenen durchaus von Vorteil und wurden von den alten Baumeistern und unseren Vorfahren auch entsprechend genutzt. Beim Feststellen, was an einem Ort aktiv ist und wie man das Vorhandene aktivieren oder beeinflussen kann, kann die Radiästhesie einen umfassenden Einblick liefern.

Wichtig zu wissen ist, dass man mit radiästhetischen Methoden vor allem einen Ist-Zustand erheben kann. Zwar kann man auch „rückwärts“ muten oder via Plan und Fotos eine erste Analyse erstellen, ohne direkt am Ort des Geschehens zu sein. Doch der aktuelle, natürliche und direkte Eindruck ist immer sinnvoller und wesentlich aussagekräftiger.
Weiters kann es durchaus sein, dass an ein und demselben Platz unterschiedliche radiästhetische Ergebnisse möglich sind. Das kann sein, wenn der Zeitpunkt der Messung ein anderer ist – Wasseradern, beispielsweise, verändern ihre Lage gerne oder sind, je nachdem zu welcher Jahreszeit und wie trocken oder nass es in den vorherhigen Wochen war, kräftiger oder schwächer. Das ist ja bei einem oberirdischen Fluss genauso. Auch die zahlreichen Gitternetze, mit denen unser Planet energetisch überzogen ist, schwanken. Insofern sind unterschiedliche Ergebnisse also durchaus natürlich. Das kann auch durch bauliche Maßnahmen, zwischenmenschliche Vorkommnisse und andere Erreignisse zwischenzeitlich zu Veränderungen geführt haben, ebenso wie neue technische Geräte oder Bauten im Haus oder in der Umgebung.

Es kommt aber auch vor, dass man zeitgleich unterschiedliche Ergebnisse bekommt. Das liegt dann mitunter daran, dass jede*r Radiästhet*in andere Phänomene vermutet, nach diesen sucht und mehr oder weniger fündig wird. Es gibt kein einziges, allgemein gültiges Verfahren, nachdem bei einer radiästhetischen Mutung vorgegangen wird. Manche beschränken sich auf das Austesten der klassischen „Standardmöglichkeiten“: Wasseradern, Gitterkreuzungen, Verwerfungen …
Aber an radiästhetisch nachweisbaren Phänomenen gibt es ja viel mehr und diese Fülle an Möglichkeiten kann dann zu unterschiedlichen Ergebnissen führen. Wobei „unterschiedlich“ hier das falsche Wort ist, denn richtigerweise müssten sich diese Ergebnisse ergänzen.

Wer also wissen will, welche energetischen Phänomene auf einem Platz aktiv sind, ob und wie man sie nutzen, aktivieren und eventuell manipulieren kann, der kann das mit Hilfe der Radiästhesie herausfinden.
Doch vor dem Muten steht immer die Vermutung
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Muten und Vermuten

Baumelfe2Die beiden Wörter sind sich nicht nur im Wortstamm ähnlich. Bei der radiästhetischen Arbeit gehören sie unmittelbar zusammen. Wer keine Vermutung hat, was an einem Platz an energetisch-radiästhetischen nachweisbaren Phänomenen zu finden sein könnte, was hier möglich ist und was wahrscheinlich wäre, der wird lange im Dunkeln herummuten.
Es braucht eine gute Dosis „Gspür“, das Feeling, was hier möglicherweise aktiv ist. Weiteres sind gute Kenntnisse in Geologie von Vorteil – zum Beispiel wenn es um Verwerfungen und Brüche im Erdboden geht, die sehr intensive Auswirkungen auf die Erdoberfläche haben. Oder wie die Grundwasserströme hier verlaufen, ob Thermalwasser möglich ist, oder Erzvorkommen bzw. besondere Gesteinsformationen.
Da hilft dann vorweg ein Blick auf die Landkarte, damit man weiß, ob es sich lohnt, ein mögliches Phänomen intensiver in Augenschein zu nehmen. Biologie und botanisches Grundwissen sind ebenfalls von Vorteil. Denn aus der natürlichen Umgebung kann man auch schon viel Interessantes herauslesen, lange bevor die Rute in Aktion tritt.
Schlussendlich ist auch eine gute Menschenkenntnis sehr hilfreich und nicht zuletzt zählt auch in der Radiästhesie die Erfahrung, Man lernt bei jeder Mutung dazu und über die Jahre sammelt man so ein sehr umfassendes Wissen an, das mit den Gegebenheiten mitwächst.

Die Vielzahl an radiästhetisch nachweisbaren Möglichkeiten einfach mal durchzutesten ist nahezu unmöglich und auch sehr kräfteraubend – denn das Ausüben der Radiästhesie ist durchaus anstrengend! Es braucht eine gute Konzentration, man muss die Aufmerksamkeit bei sich und beim zu mutenden Thema haben, die Umgebung einerseits ausblenden und andererseits intuitiv mit einbeziehen. Das Hauptmutungsinstrument ist nach wie vor der ganze Körper. Pendel und die diversen Ruten dienen nur zum Anzeigen der Ergebnisse. Daher: zuerst schauen, sich informieren und objektive Vermutungen anstellen, ehe es ans richtige Muten geht!

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