Fastenzeit? Genusszeit!

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Aschermittwoch – der traditionelle Beginn der Fastenzeit. Manch einer nimmt dieses Datum als Anlass, auch abseits der christlichen Religionszugehörigkeit ein wenig abzuspecken – entweder mittels Diät oder Verzicht auf etwas, das man sich schon lange und nun mit Gewalt abgewöhnen möchte.

Das ist die eine Möglichkeit.

Die andere: das lustvolle Weglassen von belastenden Dingen, Handlungen, Angewohnheiten …

  • Vielleicht einmal nicht bis spät abends am PC arbeiten, sondern früher aufhören und … vielleicht nichts tun? durchatmen? ein Buch lesen? einen Tee trinken? spazierengehen?
  • Vielleicht einmal bewusst unter der Woche später aufstehen oder eine Stunde früher als üblich und ein ausgiebiges Frühstück,ohne Radio oder Zeitungsnews, genießen.
  • Vielleicht einmal nicht auf die Diskussion mit den Kindern, dem/der PartnerIn, dem/der KollegIn einsteigen, sondern den anderen ausreden lassen, wahrnehmen und Verständnis zeigen.
  • Vielleicht einmal nur die netten News lesen, sehen und hören und die anderen ausblenden, wegschalten.
  • Vielleicht einmal einen anderen Weg in die Arbeit, zum Supermarkt, nach Hause nehmen und den anderen Blickwechsel genießen.
  • Vielleicht einmal nicht schnell und hastig zwischendurch irgendetwas als Mittagssnack reinstopfen, sondern bewusst und langsam ein Essen genießen, dass auch optisch den Namen als solches verdient.
  • Vielleicht einmal die Seite wechseln und wieder Kind sein, auf das Erwachsensein verzichten und die Welt mit anderen Augen durchstreifen, verspielt herumtollen, ausgiebig lachen, in der Nase bohren und frech die Zunge zeigen …
  • Vielleicht einmal nicht mit Muss und unter aufgesetztem Zwang heroisch verzichten, sondern mit Spaß und Genuss neue Wege beschreiten.
  • Vielleicht … etwas ganz anderes?

Manchmal muss man vom Weg abkommen,
um nicht auf der Strecke zu bleiben„,
Hans Zaugg

Diese Fastenzeit kann auch eine Einladung sein, den eingefahrenen Weg probeweise zu verlassen. Leichter geht das vielleicht, wenn man sich nicht auf ein einzelnes Etwas konzentriert, das man ändern möchte.

Probiert mal aus, jeden Tag etwas anderes (nicht) zu tun, wegzulassen, zu ändern, neu/anders zu machen- und sammelt Trophäen davon. Das kann etwas Reales sein, wie ein Stein von einem Spaziergang, eine Rechnung von einem guten Essen, ein selbstgezeichneter Smiley, ein Bild … egal was, aber ein kleines Symbol dafür, dass dieser Tag anders war.

Nach den 40 Tagen hat man dann einen riesigen Geschenkkorb mit Genüssen, die man sich selbst geschenkt hat, indem man auf anderes, weniger Schönes verzichtet hat oder bewusst einen Umweg gegangen ist.

Das macht Mut und gibt Kraft für den nun kommenden Frühling ;-)
Viel Vergnügen beim fastenfrohen Genuss-Finden!

(Bild: istockphoto © Jamie VanBuskirk)

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