Die Steinpyramide Groß Gerungs

pyramide - Die Steinpyramide Groß Gerungs

Dies ist das Einzige der Naturdenkmäler von Groß Gerungs, das eindeutig komplett von Menschenhand errichtet wurde. Mit 7m Höhe und 14m im Durchmesser ist die Steinpyramide einzigartig in Mitteleuropa.

Sie liegt im Hochwald bei Oberneustift und ist für mich das Zentrum der Kraftarena.

2001 hat man sie aufwändig renoviert, als wir 2007 dort waren, waren allerdings bereits wieder die ersten Verfallserscheinungen zu sehen. Warum und von wem sie ursprünglich erbaut wurde ist nach wie vor ein Rätsel.

Das Innere ist massiv, also keine Grabanlage.  Auch führen keine Stufen hinauf und die vier Kreise, aus denen sie sich zusammensetzt, sind so angeordnet, dass ein Besteigen der Pyramide zur mühsamen Kletterpartie wird. Für mich wirkt sie wie ein Sender – allerdings nicht in der Art wie Handymasten oder dergleichen ;-)

Bei der wissenschaftlichen Untersuchung im Jahr 2003 wurde festgestellt, dass die Pyramide exakt auf dem Kreuzungspunkt zahlreicher Energielinien erbaut wurde. Die  Linien verlaufen sternförmig und ergeben eine starke Aufladungskraft. Es wird empfohlen, die Pyramide einmal für jedes Chakra zu Umrunden, im Uhrzeigersinn. Aber bitte: nicht im Dauerlauf! Sondern in Ruhe, auch der Kopf soll mitarbeiten  – Meditation findet nicht immer im Sitzen oder Liegen statt.

Auch der Weg hin zur Pyramide ist ein Erlebnis: im Wald liegen (und locken) seltsame und teils sehr mystisch anmutende Steinskulpturen, entstanden auf natürlich Art. Es lohnt sich  hier langsam zu gehen und sich auch ein wenig in den Wald hineinlocken zu lassen. Die Pyramide ist ein starker Kraftplatz, aber rundherum sind noch viele, die ebenfalls einiges zu bieten haben.

4 Kommentare

  1. Zu der Pyramide fällt mir auch einiges ein. Ich habe mich mit diesem Gebiet eingehend beschäftigt und bin zu einigen, natürlich subjektiven, Erkenntnissen gekommen. 1. Wir lassen uns gerne von der momentanen Situation beeinflussen. Wenn wir aber nur 60 Jahre alte Fotos betrachten, wird uns auffallen, dass hier nur sehr wenige Bäume standen. Damals war Holz als Bau-, Heizmaterial, auch für die Glaserzeugung und für das Kalkbrennen sehr wichtig. Ebenso gab es damals Weidebewirtschaftung, das zeigt im heute noch gängigem Namen „Hirterbühel“. Ziegen, z.B. ließen keine Bäume aufkommen. Also kommen wir dem „Handymasten“ schon sehr nahe. Nämlich dem Kreidfeuerplatz, der zum Schutze der Bevölkerung gegen Überfälle diente. Ein Hinweis darauf geben auch Flurnamen wie „Voglhof“ eine Verballhornung von „Fackelhof“.

    Weiters liegt in der Nähe Schloss Rosenau, dass im 16. Jhdt aus einem Vierkanthof zu einem Renaissanceschloss umgebaut wurde. Im 18. Jhdt. wurde unter Schallenberg das Schloss umgebaut und eine Freimaurerloge eingerichtet. Wobei ich sagen muss, dass die ganze Anlage augenscheinlich nach geomantischen Richtlinien gebaut wurde. Aber so richtig „spannend“ wird es im 19. Jhdt. Georg Heinrich Ritter von Schönerer erbte den Besitz 1883 und verwaltete das Gut bis zu seinem Tode 1921. 1907 ließ er nördlich des Schlosses den einzigen Bismarckturm Österreichs errichten. Er vertrat eine völkisch-germanische Ideologie, die mit einem radikalen Antisemitismus Hand in Hand ging, der bei ihm konsequent „rassisch“ begründet wurde. Seine Alldeutsche Bewegung verlangte 1900 im Wiener Parlament, eine Prämie für jeden „niedergemachten“ Juden auszusetzen. Schönerer war mit Lanz von Liebenfels und Guido von List befreundet und somit Vorreiter des Nationalsozialismus in Österreich. Die andere Seite des Politikers Schönerer ist sein soziales Engagement, das er in seiner Position als Gutsherr zeigte.

    Aber nun zurück zur Pyramide. Wenn man vom Parkplatz zur Pyramide geht, kommt man nach geraumer Zeit zu einem im „rechten“ Winkel abzweigenden Weg, der in gerader Linie zur Pyramide führt. Also einen sehr „militärischen“ Eindruck macht. An dieser Weggabelung steht ein „Runenstein“ an dem viele „Esoteriker“ fast in Ohnmacht fallen, angesichts der Heiligen Zeichen“. Nur leider können die meisten „runisch“ nicht lesen. Die Inschrift lautet nämlich „Heil Bismark“! Ob diese Orte, Bismarkturm, Pyramide etc. für Rituale genutzt wurden entzieht sich unserem Wissen, dürfte aber nicht weit hergeholt sein. In den 80er Jahren wurde auch eine rechtsradikale Gruppe, die Waffen und sogar ein Panzergefährt auf einem nahe liegenden Bauernhof gehortet hatte, zerschlagen.

    Ein keltischer Kultplatz, wie gerne kolportiert wird, war die Pyramide nie, wie mir auch ein befreundeter Geologe bestätigt hat.

    Trotzdem ist das ganze Ensemble geomantisch interessant und so kann ich mich Michaela nur anschließen. Trotz dieser Informationen, anschauen, sich freimachen vom „Wissen“ und ganz einfach wahrnehmen und selbst interpretieren.

    • WOW – und Danke für diese wertvollen Hintergrundinfos!
      Daran kann man mal wieder erkennen, wie Geschichte(n) entstehen und sich mystisch ins Dunkel winden, Zeitalter vorgauckeln und in Wahrheit ist es oft ganz anders.
      Der Kopf glaubt, was ihm vorgespielt wird – der Bauch aber ahnt, dass es anders sein kann.
      Die Pyramide ist auf jedenfall eine Reise wert!

  2. Ich habe die Pyramide vor vielen Jahren besucht, als sie noch frei zugänglich war und schon viele Steine herunten lagen! Viele Jahre später habe ich dann in Erfahrung gebracht, dass diese Pyramide von s.g. „Freimaurern“ im 18./19. Jhnd. für irgendwelche Rituale errichtet und benutzt wurde. Die Schwingung nach A.Bovis beträgt an mehrern gemessenen Stellen nicht mehr als 10000BE. herzliche Grüße

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