Wasserader, Verwerfung & Co: Radiästhetische Probleme – Der gute Schlafplatz, Teil 3

Update: Dieser Beitrag wurde im Februar 2025 überarbeitet und ergänzt.

Unsere “Der gute Schlafplatz”- Serie umfasst folgende Themen:

In den ersten beiden Teilen unserer Schlafplatz-Reihe ging es in erster Linie darum, das Umfeld des Schlafplatzes zu analysieren und die eigenen Gewohnheiten zu hinterfragen.

Im dritten Teil geht es um den Bereich, der vermutlich die meisten interessiert: Wasseradern Gitterkreuzungen, Verwerfungen und andere schädliche Dinge, denen man gemeinhin nachsagt, dass sie die Hauptursachen für schlechten Schlaf sind. Wie in den ersten beiden Teilen der Serie nachzulesen, sind es aber nicht immer geopathogene Belastungen, die für unruhige Nächte sorgen.
In den meisten Fällen wird dennoch zuerst ein*e Radiästhet*in gerufen und dann obliegt es diesem*r, die Klient*innen aufzuklären und mehr oder weniger sanft darauf hinzuweisen, dass eben nicht immer die Wasserader unterm Bett der Unruhestifter ist.

Wasseradern, Verwerfungen & Co: Schuld an schlechtem Schlaf?

Wie in den ersten beiden Teilen beschrieben sind meist mehrere Faktoren schuld, wenn der Schlaf gestört ist, man keine Ruhe findet, schlecht einschläft, müder aufsteht, als man schlafen ging oder sich schlicht einfach nicht wohl fühlt in seinem Bett.
Eine radiästhetische Analyse und Untersuchung kann geopathogene Störzonen aufzeigen, die möglicherweise einen Teil dazu beitragen. Wichtig ist aber immer, dass man sich auch das Umfeld ansieht und – wie in Teil 1 nachzulesen – eben alle Faktoren berücksichtigt. Und natürlich müssen vorab auch immer mögliche medizinische Ursachen abgeklärt werden.

Sofern man die Möglichkeit hat, ist es immer empfehlenswert sich den Platz, an dem man bauen, leben und natürlich auch schlafen will, vor Beginn der Bauarbeiten oder Übersiedlung (bzw. vor dem Wohnungskauf) radiästhetisch untersuchen zu lassen. Im Nachhinein Änderungen oder Adaptionen vorzunehmen, ist zwar heutzutage meist die häufigste Reaktion, aber eben nicht die beste.

Bauen – früher und heute

In früheren Zeiten hat man sich den Platz, auf dem man sein Haus bauen wollte, vorab gut angeschaut, oft auch Radiästheten bzw. “Wissende” hinzugezogen und in weiterer Folge auch Rücksicht auf die geologischen und geomantischen Besonderheiten genommen.

Eine alte Methode war beispielsweise das Aussetzen eines Ameisenvolkes auf dem zukünftigen Bauplatz. War das Volk nach einem Jahr noch immer da, dann war der Bauplatz ungeeignet für ein Wohnhaus. Der Hintergrund: Ameisen sind Strahlensucher und errichten ihre großen Hügel gern über tiefliegenden Kreuzungen von Wasseradern, fallweise findet sich dann sogar noch die eine oder andere Gitterkreuzung.

Der Mensch hingegen ist ein Strahlenflüchter, genau wie die meisten Haustiere. Was den Ameisen hilft, tut uns nicht gut – wir brauchen ruhige, störungsfreie, neutrale Plätze um gut leben zu können. Das ist besonders im Schlaf wichtig, wo wir den Umgebungseinflüssen und -gefahren schutzlos ausgeliefert sind. Wer tief schlafen will, braucht einen geschützten, friedlichen Platz und das Gefühl der Sicherheit.

Nicht jede*r hat dieselben Bedürfnisse und was dem einen viel zu viel ist, kratzt den anderen nicht einmal ein bisschen. Doch wenn die*der Sensiblere Probleme hat und die in der Folge in den psychischen oder gesundheitlichen Bereich hineinspielen, dann ist es Zeit, den Schlafplatz einer eingehenden Untersuchung zu unterziehen.

Im Gegensatz zu früheren Zeiten, als man um diese Dinge noch wusste und sie auch bewusst beachtete, ohne sie als Humbug und Aberglaube abzutun, baut man heute dort, wo der Grund vorhanden (und bezahlbar) ist. Was nicht passt, wird passend gemacht. Aber leider mehr im finanziellen und bautechnischen Sinne und weniger hinsichtlich der sensiblen Bedürfnisse von Menschen, die einen geopathologisch ruhigen Erholungsplatz brauchen. In unserer Technikgläubigkeit vergessen wir oft, dass man nicht alles reparieren und manipulieren kann.

Wenn Probleme auftauchen, muss man sich oft erst mühsam auf die Suche machen und selbst wenn dann einige mögliche, belastende Ursachen bei einer radiästhetischen Untersuchung entdeckt werden, ist man von einer Lösung und Bereinigung oft noch weit entfernt. Denn nicht alles kann man abschirmen, manches unter Umständen auch nur vorübergehend und es gibt immer wieder Fälle, wo es schlichtweg besser ist, wenn man sich einen neuen Schlaf- oder gar Wohnplatz sucht.
Fatalerweise sind aber in der heutigen Zeit weniger die klassischen radiästhetischen Strukturen schuld, wenn die Ruhe gestört ist. Meist sind es moderne und/oder bautechnische Probleme, die das Wohlbefinden massiv stören.

Die radiästhetische Untersuchung

Es gibt viele radiästhetische Strukturen, die im Zuge einer radiästhetischen Untersuchung in Betracht gezogen werden können. Hier unterscheiden sich Vorgehen, Ablauf und auch die Punkte, die untersucht werden, mitunter sehr. Sprich: Jede*r Radiästhet*in handhabt das ein wenig oder völlig anders. Manche arbeiten das ganze Programm und noch ein paar Punkte mehr durch. Andere haben wiederum nur eine Handvoll Strukturen im Repertoire, die sie prüfen. Dann gibt es wieder welche die prinzipiell nur Wasseradern suchen. Andere hingegen gehen die Sache situativ und intutiv, eben „g´spürig“ an, und finden mitunter Dinge, von denen wiederum andere noch nicht mal gehört haben.

Dass es dann auch zu unterschiedlichen Messergebnissen kommt, liegt auf der Hand. Dennoch sollten sich die nicht allzu sehr voneinander unterscheiden, speziell wenn es sich um die „klassischen“ Strukturen handelt.

Alles bewegt sich

Wichtig zu wissen: da unser Planet nach wie vor im Umbau ist, sich immer noch verändert, die Platten sich nach wie vor verschieben, auch sonst alles in Bewegung ist, ergeben sich speziell bei den natürlichen Strukturen (Wasseradern, Verwerfungen & Co.) Schwankungen. Da kann es schon mal vorkommen, dass im Lauf der Jahre aus drei nebeneinander liegenden Wasseradern eine wird oder sich die unterirdisch einen anderen Weg suchen oder ganz verschwinden … oder auch mehr werden. Das passiert ja auch oberirdisch, bei Bachläufen, Quellen und Flüssen. Mal sind die breiter, dann wieder kaum zu sehen und fallweise gräbt sich ein Bach einen neuen Weg durch bequemeres Geröll.

Darum macht es Sinn, wenn man die radiästhetische Messung nach einiger Zeit wiederholt. Auch um mögliche, abschirmende oder verändernde Maßnahmen zu überprüfen und diese entsprechend nachzujustieren.
Ein Klassiker sind auch Baumaßnahmen in der nahen Umgebung. Da hat man die Wasserader am eigenen Grund im Blick und gebändigt und auf einmal verändert sich die Lage total – weil vielleicht weiter oben gebaut wird und die Wasserader bei Grabungen umgelenkt wurde. Das passiert beispielsweise oft bei Kanalgrabungen, Brunnenbohrungen, Erdrutschen etc.

Radiästhetisches Werkzeug, Herangehensweise & Grenzen

Die Mittel, mit denen radiästhetisch untersucht wird, sind ebenso individuell wie die Vorgangsweise bei der Untersuchung. Manche verwenden ausschließlich Ein- oder Zweihandruten, andere schwören auf die eher technische H3 oder Lecher-Antenne. Die einen pendeln bevorzugt mittels Tensor oder Pendel, und wieder andere kombinieren alle Methoden je nach Untersuchung und Situation.

Nicht immer sind jene, welche die technisch tollsten Geräte haben, auch fachlich besser – es kommt immer auf die Erfahrung und das erworbene Wissen an, aber mehr noch auf das Feingefühl: Die Intuition. Denn schlussendlich sind alle Instrumente nichts anderes als Zeigewerkzeuge, die das übersetzen, was der untersuchende Mensch hier wahrnimmt und spürt.
Dass es auch ein gesundes Maß an Menschenkenntnis, Hausverstand und Sensibilität braucht, ist auch klar und nicht zuletzt braucht es Vertrauen und Sympathie. Schließlich gewährt man ja einem anderen Menschen Zugang zu seinen intimsten Räumlichkeiten. Auch wenn es sich „nur“ um eine Analyse handelt, ist der Einblick auf vielerlei Ebenen tiefer, als man sich mitunter bewusst macht.

Insofern ist es gut, wenn es im Vorfeld ein Gespräch – persönlich oder telefonisch – gibt, wo die gegenseitigen Vorstellungen geklärt werden und man sich neutral kennenlernen kann. Das ist auch ein Qualitätskriterium, nachdem man sich bei der Auswahl eines Radiästheten richten sollte. Weitere sind Erfahrung und Vorgehensweise und natürlich, wie immer in solchen Fällen, auch Empfehlungen und Feedback von anderen. Sinnvoll ist auch, im Vorfeld die Kosten abzufragen und ob eine Wegpauschale verrechnet wird.

Ob und wie viele Kurse jemand gemacht hat und bei welche möglichen Koryphäen sie gelernt haben, sagt hingegen nicht immer etwas darüber aus, ob das so erworbene Wissen auch sinnvoll eingesetzt werden kann oder ob der*diejenige generell Talent und Feingefühl für die radiästhetische Arbeit hat. Manche müssen auch nach Jahren der Ausbildung sprichwörtlich über eine Wasserader stolpern, um eine zu finden. Anderen reicht ein Blick in den Raum und/oder die Umgebung und sie können, selbst ohne zu pendeln, den Verlauf exakt nachzeichnen.

Ein Qualitätssiegel gibt es (noch) nicht und es ist fraglich, ob es das überhaupt je geben kann. Schlussendlich handelt es sich bei der Radiästhesie nach wie vor um eine sogenannte Pseudowissenschaft und das bedeutet nichts anderes, als das sie technisch und wissenschaftlich nicht als Untersuchungsmethode anerkannt ist.
Auch wenn sich immer wieder Zusammenarbeiten mit anerkannten Wissenschaftler*innen ergeben, wie zum Beispiel im Bereich der Archäologie, ist die Radiästhesie nach wie vor etwas, dass in unserer Zeit leider oft als Humbug ins esoterische Eck gestellt wird. Was schade ist, denn die Radiästhesie kann auf vielen Gebieten helfen, Hinweise liefern und unterstützen.

Eines aber können weder Radiästhesie noch Wissenschaft: Wunder wirken oder den Menschen selbst aus der Verantwortung nehmen. Die Untersuchung des Schlafplatzes ist das Eine. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse dann auch umzusetzen und aktiv zu werden, um eine Veränderung zum Besseren herbeizuführen, ist das Andere und wesentlich Entscheidendere.

Radiästhetische und baubiologische Strukturen

Die nachstehende Zusammenstellung ist eine grobe Übersicht eher häufiger anzutreffender Probleme bzw. sogenannte Strukturen, wie es radiästhetisch heißt, die am Schlafplatz für Störungen sorgen können.

Meine Einteilung ist subjektiv und gliedert sich in die klassischen, quasi überlieferten Strukturen, mit einerseits weitgehend natürlichen Ursprüngen und solchen, bei denen der Mensch manipulierend und/oder schaffend eingegriffen hat.

Die zweite Gruppe sind Störfelder, die sich aus unserer modernen, technisierten Lebensweise heraus ergeben haben und die zunehmend für massive Probleme sorgen. Zwar kann man auch diese mitunter mittels klassischem, radiästhetischem Werkzeug muten (ermitteln). Sinnvoller ist es aber, wenn man hier (zusätzlich) mit Messinstrumenten arbeitet, wie sie auch in der Baubiologie verwendet werden, und so auch die Intensität, sprich die Stärke der Belastung, erheben kann. Denn im Gegensatz zu den klassischen radiästhetischen Strukturen ist es bei den modernen Störfeldern sehr wohl möglich, diese technisch und völlig wissenschaftlich sichtbar zu machen.

Klassische Strukturen und solche, mit weitgehend natürlichem Ursprung

Radiästhetische Strukturen, natürlichen Ursprungs

Die folgenden Strukturen sind seit ewigen Zeiten auf unserem Planenten vorhanden. Wir sind evolutionstechnisch mit ihnen aufgewachsen und haben auch gelernt, sie für bestimmte Zwecke zielgerichtet zu nutzen. Alte Kultplätze jeder Religion, Orakel- und Meditationsplätze, aber auch Richtplätze und Machtzentren nutzten diese Kräfte, teilweise bis heute. Auf einem Schlafplatz sind diese Strukturen aber nicht hilfreich und können, je nachdem wie sensibel man ist, für Schlafprobleme sorgen.

Da unser Planet ja nach wie vor in Bewegung und Umbau ist, unterliegen auch diese Strukturen einer ständigen Bewegung und schwanken mehr oder weniger stark in ihrer Lage und Ausdehnung. Nicht nur die Wasseradern (siehe weiter oben im Text), auch die Verwerfungen und die bekannten Gitter. Man hat sogar festgestellt, dass sie sich vor Erdbeben und bei Extremwetterlagen verändern können. Diese Gitter darf man sich auch weniger wie Linien vorstellen. Es sind vielmehr Streifen und man bezeichnet sie auch fallweise als Reizstreifen. Die Breite dieser Reiztreifen schwankt und liegt, je nach Gitterart und div. anderer Einflüsse, zwischen 15 und 70 cm.

  • Unterirdische Wasseradern & Kreuzungen von Wasseradern
    Oberirdische Flüsse sind meist weniger ein Problem. Man kann durchaus einen guten Baugrund in Flussnähe haben, sofern man unterirdische Zuflüsse und den Grundwasserstrom beachtet (und nicht in einer Überschwemmungszone baut).
  • Verwerfungen (geologische Brüche, unterirdische Bruchkanten, Risse, Erdspalten), trocken oder wasserführend
  • Hartmann Gitter (1. Gitter), verläuft in Nord-Süd-Richtug und hat eine ungefähre Maschenbreite von ca. 2 m in Nord/Süd Richtung und ca. 2,5 m in Ost/West Richtung.
  • Curry Gitter (2. Gitter), verläuft um 45° verdreht zum 1. Gitter und hat eine ungefähre Maschenbreite von ca. 3,5 -3,7 m je Kante, ist also annähernd quadratisch.
  • Drittes Gitter, auch: Blitzgitter, Schneider-Gitter, Linie der Beredsamkeit (“die geschwätzige Linie”, wie es eine Freundin mal ausdrückte). Das ist weniger ein Gitter, wie die obigen. Es verläuft mehr wie Adern, ohne erkennbare Regelmäßigkeit oder Rapport
  • Benker Gitter – dies ist eine Form des Hartmann-Gitters, nur großmaschiger, nämlich ca. 10 x 10 x 10 m, und würfelförmig, also dreidimensional
  • Erdausatmungs- und -einatmungspunkte
  • Kosmo-Telurischer Schlot
  • Planetenlinien
  • Kohle- und Erzadern
  • Natürliche Radioaktivität, die z.B. durch austretendes Radongas entsteht. Je nach Standard kann das in Niedrigenergie- bzw. Passivhäusern besonders problematisch werden, da hier die Luft nicht entsprechend ausgetauscht, bzw nur umgewälzt oder beigemischt wird
    Entsprechend der geologischen Situation sollte man in den Gegenden, wo Radon vermehrt vorkommt, für gute und überdurchschnittliche Raumlüftung sorgen, um die Belastung möglichst niedrig zu halten! Das ist z. B. in Teilen des Mühl- und Waldviertels, aber auch in Bereichen des Wiener Beckens der Fall. Ein Blick auf eine spezifische Radonkarte der Gegend kann hier sehr aufschlussreich sein
  • Kombination und Kreuzungen aller oben angeführten (und unten noch folgenden) Strukturen, die sich treffen und u.U. dadurch potenzieren oder verändern können. Eines allein ist vielleicht noch erträglich, aber wenn sich beispielsweise zwei Gitterkreuzungen übereinander ergeben und dann noch eine wasserführende Verwerfung dazu kommt, dann sollte man an dieser Stelle besser einen Ritualplatz planen, denn ein Bett hinstellen
  • Generell stark abladende und aufladende Plätze – die sich mitunter aus den obigen Strukturen ergeben können. Der Mensch braucht neutrale Schlafplätze mit ca. 6.000-6.500 Bovis.

Radiästhetische Strukturen, menschlichen Ursprungs

Die folgenden Strukturen haben ihren Ursprung meist in bewussten, oft jahrhundertealten baulichen Maßnahmen, die von Menschen zu bestimmten Zwecken gezielt hervorgerufen wurden.

  • Leylines – verlaufen meist gerade und verbinden Orte (wie Machtzentren oder religiöse Stätten) gleicher Schwingung, im Sinne von: miteinander in Verbindung stehend, zusammengehörig. Das kann auch über sehr weite Strecken gehen, mitunter quer über den halben Kontinent
  • Geomantien/geomantische Zonen (nicht zu verwechseln mit „Geomantie/Geomantik“, der Kommunikation mit und sog. Weissagung aus der Erde).
    Sie sind den Leylines insofern ähnlich, als auch sie Orte gleicher Schwingung verbinden. Allerdings verlaufen Geomantien nicht immer gerade und sind oft auch kürzer als Leylines. Sie können die Richtung wechseln, Kurven machen oder geometrische Muster (auf der Landkarte) bilden, mit denen sie zusammengehörige Plätze verbinden (bzw. werden die Geomantien wohl eher von diesen Plätzen hervorgerufen)
  • „künstliche“ Strukturen – zHierzu zählen bewusst umgelenkte Wasseradern (z. B. in alten Kirchen) oder durch Gegenstände wie Stehlampen, Spiegel oder Möbelstücke manipulierte Strukturen.
  • Kultplätze, Opferplätze, Gräber
  • Steinsetzungen – egal ob bewusst, rituell oder als Dekoration aufgestellt
  • Steine, Symbole, Feng Shui und religiöse Dekoration
  • Unterirdische Hohlräume: natürliche oder künstliche Höhlen, aber auch Bergbautunnel; verschüttete, alte Keller; überbaute Garagen, Gänge (wie Fernwärmeleitungen oder Fluchttunnel)
  • Besetzungen wie Geistern, sog. „hängengebliebene“ Seelen bzw. anteilige Seelenkraft
  • Emotionale Ablagerungen, hervorgerufen durch anhaltende Trauer, Angst oder Depression, Hass …aber auch durch Selbstmorde, lange und schwere Erkrankungen, Tod etc. verursachte Emotionen in jeder Form

Weitere Infos und Erklärungen zu Strukturen findest du in unserem Radiästhesie-Lexikon.

Moderne, meist durch aktuelle Technik und Lebenswandel verursachte Störungen

Dies ist der Bereich, wo die klassische Radiästhesie an sich aufhört und die Baubiologie beginnt. Es ist aber auch der Bereich, wo man durch persönliches Nachdenken am meisten erreichen kann. Ein großer Bereich davon steht mit Elektrizität in Verbindung.

Elektrizität ist im Grunde genommen auch eine Struktur, die natürlich vorkommt – jedes Lebewesen ist auf eine gewisse Weise elektrisch, ohne gäbe es kein Leben. Doch die Intensität, mit der wir heute in unseren Lebensräumen damit konfrontiert werden, ist in den letzten Jahrzehnten enorm gestiegen. Der menschliche Körper ist jedoch weiterhin an biologische Bedingungen angepasst, die sich über Jahrtausende kaum verändert haben. Wir entwickeln uns nicht so schnell, wie sich die Technologien um uns herum weiterentwickeln. Daraus ergeben sich Spannungszustände, die sich gesundheitlich auswirken könne

Ein weiterer Fakt ist, dass man Elektrizität nicht riecht oder schmeckt und auch nicht wirklich sieht. Genauso wenig wie magnetische Felder. Man braucht technische Geräte, die einem bewusst machen, welchen Spannungen und Frequenzen man den ganzen Tag über ausgesetzt ist.
Wenn diese Spannung dann auch in der Nacht auf uns einwirkt, dann steht man nicht nur sprichwörtlich unter Strom – mit allen, sich daraus ergebenden Konsequenzen.

Die nachstehende Einteilung ist eine Einteilung nach der potenziellen Belastung durch verschiedene Störquellen. Die Hochfrequenz steht dabei an erster Stelle. Chemische Belastungen, wie sie früher zum Beispiel durch Formaldehyd in Spanplatten häufiger vorkamen, sind dank strengerer gesetzlicher Grenzwerte heute zum Glück seltener anzutreffen.

1. Hochfrequenz (HF)
Wenn in einem Raum eine Lampe flackert, dann macht einen das nervös. Je schneller das Licht flackert, umso zappeliger wird man.
Hochfrequenz „flackert“ extrem schnell – zwischen 2,4 und 5 Gigahertz (GHz) – das ist 2,4 Milliarden mal in der Sekunde. Mit Nullen ausgedrückt: 2.400.000.000
Man kann auch Mikrowellenstrahlung dazu sagen, denn die hat zwischen 1 und 300 Ghz.
Interessanterweise will sich kaum jemand in eine Mikrowelle hineinsetzen und die dann aufdrehen (Bitte nicht probieren! Das wäre tödlich). Aber man hält sich ein ähnlich intensiv strahlendes Gerät ans Ohr, legt es sich in den Schoß, platziert es nahe dem Herzen oder nimmt es mit ins Bett.
Die Rede ist von unseren “mobile Devices”: Smartphone, PC, Tablets etc.
Die verbreiten Hochfrequenz und arbeiten damit. Sie stellen damit aber auch ein nicht zu unterschätzendes Potential an möglichen Schlaf- und Gesundheitsproblemen. Je intensiver die Nutzung, desto intensiver die Belastung.

Geräte, die mit Hochfrequenz arbeiten:

  • Smartphone, Tablets
  • Handymasten
  • Wlan / Wifi
  • Dect Telefone
  • Babyphone
  • unverkabelte Überwachungskameras (weil sie meist einen Sender eingebaut haben)
  • Elektronische Spielzeuge und Haushaltsgeräte, wie z. B. Spielkonsolen, elektronische/animierte Babyrasseln, unverkabelte Fitnessarmbänder, Smart-Watches, moderne Haushaltsgeräte und Haushaltssteuerungen, die sich via App steuern lassen – Licht, Heizung, Sonnenblenden u. ä.

Funkwecker (batteriebetrieben) sind hingegen unbedenklich, da sie nur Empfangsgeräte sind und keine Sender.

In der Bedienungsanleitung handelsüblicher Smartphones steht meist auch drin, dass man eine Distanz zum Ohr einhalten soll (ca. 2-5cm). Z.B. Bei Blackberry: “…achten Sie darauf, dass das Handy einen Abstand von mindestens 25 mm von Ihrem Körper hat, wenn es eingeschaltet ist, zum Telefonieren oder für Datennutzung eingesetzt wird …
Hand aufs Herz: Wer hat sich die Bedienungsanleitung seines Handys schon mal durchgelesen, oder kennt gar den SAR Wert seines Smartphones?

SAR WERT
Die spezifische Absorptionsrate (SAR) ist ein Maß für die Energieaufnahme im Körper. Sie wird in Watt pro Kilogramm (W/kg) gemessen. Um gesundheitliche Wirkungen auszuschließen, soll der SAR-Wert eines Handys 2 W/kg nicht überschreiten

2. Niederfrequenz (NF) – 50 Hz, Haushaltsstrom 230Volt
Im Vergleich zur Hochfrequenz nehmen sich die Werte der Niederfrequenz fast harmlos aus. Unterschätzen sollte man sie dennoch nicht. Hinter dem technischen Begriff versteckt sich der viel zitierte Elektrosmog. Der ist weniger ein Nebel, denn ein unsichtbares Feld, dass sich über eine Bereich legt. Auf Dauer ist das so unangenehm, wie es klingt.

Geräte/Situationen, wo Niederfrequenz vorkommen kann

  • Elektrosmog durch (meist ungeschirmte) Leitungen bzw. Steckdosen in der Wand oder Mehrfachsteckerverteiler unterm Bett
  • Nachttischlampen
  • Radiowecker (mit Batterien betriebene Geräte sind hingegen problemlos)
  • Betten mit integrierter Beleuchtung oder eingebautem Radio
  • Elektrische Steuerung für das Bett (zum Heben des Kopf/Fußteils u. ä.)
  • Stehlampen
  • Hochspannungsleitungen und Bahnstrom (Strombelastung durch Züge/Gleise/Oberleitungen)

Das Hauptproblem: die meisten Geräte sind nicht geschirmt bzw. nicht geerdet, was man z.B. an den zweipoligen Flachsteckern (Eurostecker) erkennen kann.

3. Magnetische Störungen
Es gibt natürliche Phänomene, bei denen ein Kompass verrücktspielt und sich nicht einnorden lässt – aber diese sind weitaus seltener als magnetische Störungen in Innenräumen. In der Natur kann eine solche Abweichung faszinierend sein und auf besondere geologische Gegebenheiten hindeuten. Im Wohnraum hingegen kann eine durch Technik verursachte Magnetfeldstörung erhebliche Auswirkungen auf das Wohlbefinden haben.
Wenn am Fußende des Bettes der Kompass normal nach Norden zeigt, am Kopfende jedoch eine Abweichung von 30° auftritt, muss der Körper sich ständig anpassen – was zu Unruhe und schlechtem Schlaf führen kann.

Magnetische Störungen werden zum Beispiel durch Trafos, wie sie in Radioweckern, bei 12-Volt-Halogenbeleuchtung, in Handyaufladegeräten bzw. -adaptern oder einer Musik/Stereoanlage in den Lautsprechern vorkommen, verursacht.

Besonders problematisch sind Induktionskochfelder. Sie können für Menschen mit Herzschrittmachern oder Schwangere gefährlich werden. Herzschrittmacher reagieren empfindlich auf magnetische Felder. Man nutzt Magnete und sie einzustellen, fachlich korrekt. Ein Induktionsherd kann jedoch unerwünschte Wechselwirkungen verursachen. Beim Verkauf dieser Geräte sollte auf diese Risiken hingewiesen werden, doch viele Verkäufer*innen sind sich dessen nicht bewusst.

4. Elektrostatische Aufladung
Verglichen mit den anderen genannten Problemen erscheint dieser Punkt weniger gravierend – dennoch sollte er nicht ignoriert werden. Synthetische Materialien in Teppichen, Bettwäsche oder Kuscheltieren können elektrostatische Aufladungen verursachen. Man kennt das Phänomen: Beim Kontakt mit synthetischen Stoffen knistert es oder es entstehen kleine elektrische Entladungen. Passiert das im Schlafzimmer, kann es nicht nur störend sein, sondern auch Allergien verstärken – zum Beispiel durch aufgewirbelten Staub.

5. Licht
Unser Körper ist darauf programmiert, auf Licht zu reagieren. Helles Licht aktiviert den Wachmodus und regt die entsprechenden Hormone an – insbesondere blaues Licht. Dunkelheit hingegen signalisiert dem Körper, dass es Zeit ist zu schlafen. Wir benötigen Licht, um bestimmte Stoffe zu produzieren – zum Beispiel Melatonin, das durch den Rotanteil des Lichts auf der Netzhaut gebildet wird. Auch Vitamin D benötigt Sonnenlicht mit UV-Anteil, um im Körper gebildet zu werden. Leider sind viele moderne Lichtquellen in dieser Hinsicht ungünstig.

Lebensfeindliche Lichtfrequenzen, im Sinne von nicht hilfreich

  • Melatonin-hemmendes Licht im blauen Spektrum (häufig in LEDs, auch wenn „warmweiß“ auf der Verpackung steht)
  • Quecksilberstrahlung in älteren Energiesparlampen
  • Hochfrequentes Flimmern, v.a. zu finden bei allen Energiesparlampen mit elektrischem Vorschaltgerät
  • Blaulichtanteile in Smartphones, Tablets und PC-Bildschirmen
    In manchen Unternehmen wird bewusst blaulastige Beleuchtung eingesetzt, um die Produktivität der Mitarbeitenden zu steigern. Langfristig kann das jedoch zu Schlafproblemen führen.

6. Chemische Belastungen
Eigentlich sollten viele schädliche Chemikalien aus unserem Alltag längst verschwunden sein, doch vereinzelt sind sie noch immer in Wohn- und Schlafräumen zu finden. Manchmal handelt es sich um Altlasten, manchmal um günstige Importprodukte mit weniger strengen Sicherheitsvorgaben.
Das beste Messinstrument ist unsere Nase: Gerüche, die als unangenehm empfunden werden, deuten oft auf schädliche Stoffe hin.

  • Formaldehyd
  • Bodenwachse mit Schwermetallen
  • Chemische Ausdünstung, z.B. aus Kunststoffen oder Beschichtungen
    Besonders bedenklich können diese Belastungen in sogenannten Passivhäusern sein, da dort die Luft oft nur umgewälzt, aber nicht ausreichend ausgetauscht wird. Die Folge: Schadstoffe können sich in der Raumluft anreichern.

Wie wird radiästhetisch untersucht?

1. Vor der Mutung steht die Vermutung – die intuitive Radiästhesie. Sehen, beobachten, zuhören und hinein spüren, sich für den Platz öffnen und einfach wahrnehmen, was da ist. Wer kaum angekommen sofort drauflos mutet, dass die Antenne nur so schlackert, outet sich als unerfahren oder unseriös. Es gibt unzählige Strukturen, nach denen man suchen kann. Wer alle systematisch durchgehen will, wird nie fertig.

Darum braucht es zuerst eine erste Einschätzung, welche Strukturen hier relevant sein könnten, – und das Wissen, welche davon die genannten Probleme verursachen könnten. Erst wenn man ein ungefähres Bild der Umgebung hat, auch mit den Menschen vor Ort gesprochen hat und die möglichen Störfaktoren kennt, kann man gezielt nachprüfen. Dann folgt die technische Mutung.

2. Technische Radiästhesie
Hat man einen Verdacht (Vermutung), welche Strukturen vorhanden sein könnten, wird mit entsprechenden radiästhetischen Werkzeugen gearbeitet:
Ein- oder Zweihandruten, Pendel, Biotensor, Lecher/H3 Antenne etc.
Jede*r Radiästhet*in hat dabei individuelle Methoden und bevorzugte Instrumente.

Mit diesen klassischen Instrumenten lassen sich auch moderne Störquellen (wie Hoch- und Niederfrequenzfelder) muten. Sinnvoller ist es jedoch, hier zusätzlich konventionelle Messgeräte einzusetzen.

3. Technische Messinstrumente
Hierbei handelt es sich elektronische Messinstrumente aus der Baubiologie, mit denen man Elektrosmog, Wlan, Handy/Handymaststrahlung, Lärm, magnetische Strahlung, Licht usw. usf. austesten kann. Diese Instrumente sind an sich keine klassischen radiästhetischen Werkzeuge, haben sich aber bei der Untersuchung von Schlafräumen als äußerst hilfreich erwiesen.Auch ein Kompass kann nützlich sein, um magnetische Abweichungen in einem Raum zu erkennen.

4. Kartenanalyse
Viel Arbeit kann man sich ersparen, wenn man vor einer radiästhetischen Untersuchung einen Blick auf geologische Karten wirft. Große geologische Verwerfungen sind dort meist eingezeichnet – und solche Orte sind selten gute Bauplätze.

Im vierten Teil unserer Schlafplatz-Serie geht es darum, welche alten, überlieferten oder modernen Mittel helfen können, wenn der Schlafplatz belastet ist und der Schlaf gestört wird.

Linktipps und weitere Infos zum Thema

5 Kommentare zu „Wasserader, Verwerfung & Co: Radiästhetische Probleme – Der gute Schlafplatz, Teil 3“

  1. Michaela Kiennast

    Hallo,
    ich finde die Serie total super, kann aber leider Teil 4 der Serie nicht finden. Gibt es sie nicht, oder wurde sie gelöscht?
    Liebe Grüße,
    Michaela Kiennast

    1. Hallo! Fein, dass dir die Serie gefällt :) Nur dieser Beitrag ist noch nicht online. Bin aber dabei alle ausstehenden “Serienenden” in den nächsten Wochen auf die Website zu stellen. Sobald er raus ist, steht es auch im Newsletter.
      Liebe Grüße, Michaela

  2. Alois Scharnböck

    Sehr geehrte Frau Schara,

    ich habe die 3 Beiträge bezüglich ” Der gute Schlafplatz ” gelesen und fand ihn sehr Interessant!

    Leider kann ich Teil 4 nicht finden.

    Ich habe einen bestehenden Schlafplatz, den ich nicht verändern kann.

    Im 4. Teil wird ja besprochen, wie man mit natürlichen oder technischen Mitteln Verbesserungen
    erzielen kann?

    Mit freundlichen Grüßen

    Alois Scharnböck

    1. Lieber Herr Scharnböck,
      der 4. Teil hat es irgendwie nie ins Netz geschafft … danke für Ihren Hinweis. Ich werde versuchen in den nächsten Tagen eine paar Infos zu diesem Thema, auch als Abschluss für diese Serie aus 2017, in den Blog zu stellen!
      Herzliche Grüße
      Michaela Schara

Kommentar verfassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen