Die „mittelalterliche“ Badewanne von Bad Kreuzen

Am Beginn der Wolfsschlucht, vor dem Weg, den die meisten Touristen gehen, da steht sie am Ufer des Badbaches vergessen mitten im Wald: die geheimnisvolle Steinwanne von Bad Kreuzen.
Im Jahr 1988 wurde sie von Erwin Kranzler, dem der Trog schon länger aufgefallen war, und dem Heimatforscher Prof. Herbert Hiesmayr freigelegt und seither gibt sie Rätsel über Herkunft, Alter und Nutzen auf. Und weil man sie in den Aufzeichnungen der alten Kaltwasseranstalt – die Kureinrichtung, die der Vorgänger des modernen TEM-Kneipp-Zentrums ist – nicht gefunden hat, hat man sie erstmal grob dem Mittelalter zugeordnet und als „Badewanne“ bezeichnet.

Steintrog, Badewanne oder Ritualbecken – Was, wann und warum?

Noch gab es keine archäologischen oder wie auch immer gearteten Untersuchungen und sie ist auch nicht beschrieben. Kein Schild, kein Hinweis deutet auf sie. Nur wer den Blick ein wenig schweifen lässt, entdeckt sie, ein paar Meter neben dem Weg, am Ufer des hier noch sanften Baches, der sich weiter unten, in der Klamm, zum tosenden Wildbach verwandelt.

Die Umgebung ist hier sanft, leicht melancholisch, sehr friedlich und man fühlt sich wie im Märchenwald. Man findet Ruhe und innere Harmonie, Vogelgezwitscher und Sonnenschein, der mit den Bäumen zauberhafte Muster auf den weichen Waldboden zeichnet.


Der steinerne Trog
, aus dem hier vorherrschenden Granit, wirkt auf den ersten Blick wie ein Sarkophag, dem man den Deckel genommen hat. Die Wanne wurde nicht gebaut, sondern direkt vor Ort, aus dem gewachsenen Stein, herausgehauen. Exakt und gerade gehen die 70cm hohen Seitenwände hinunter und begrenzen die völlig ebene Bodenfläche.

Steinwanne Bad Kreuzen 002Die Form ist einem Schlüsselloch ähnlich, mit einem geraden, ca. halbmeterbreiten Sockel, auf dem sich eine leicht verzerrte Glühbirnenform aufbaut. Der Rand ist ebenmäßig, die Form der Wanne folgt dem gewachsenen Felsbrocken.

Seitlich hinten, nahe der Rundung, ist ein Auslass unten im Boden, kaum zu sehen. Folgt man den Spuren nach oben, so erkennt man den Zufluss, der durch ein kleines Bächlein von oberhalb des Weges erfolgt sein muss. Das Bächlein ist nur noch zu erahnen, der Weg hat den Lauf verändert, es hat sich einen neuen gesucht.

Radiästhetische Besonderheiten der Steinwanne von Bad Kreuzen

Die Steinwanne ist rundum mysteriös. Steht man davor und beginnt sich in die Umgebung einzufühlen, so erschließt sich einem langsam der Sinn und man erkennt, warum sie hier steht und nirgendwo anders. Die, welche sie in den Stein geschlagen haben, haben genau gewusst, was sie tun – der Platz ist geomantisch stark und radiästhetisch hochspannend:

Eine wasserführende Verwerfung geht exakt durch die Mitte der Wanne, parallel zum nahen Badbach. In der Mitte dreht sich die Schwingung des Wassers in der Verwerfung von links- auf rechtsdrehend. Exakt da, wo sich die Wasser-Verwerfung mit der von oben, hangwärts herunterkommende, gleichfalls rechtsdrehenden Wasserader kreuzt.
Noch nicht genug, finden sich in der Wanne auch eine Hartmann sowie eine Curry-Gitterkreuzung – genau übereinander, exakt auf einem Punkt.

Zwei Lichtwasserpunkte

Steinwanne Bad Kreuzen 010An der Stelle, wo sich die beiden Wasseradern kreuzen und aus dem links- ein rechtsdrehendes Wasser wird, befindet sich der erste Lichtwasserpunkt und knapp einen halben Meter entfernt, auf einer Nord-Südachse, liegt ein zweiter Lichtwasserpunkt.

Die Ausrichtung der Wanne, nimmt man die Längsachse her, ist exakt 30° Nordosten.
Die beiden Punkte lassen sich der Planetenlinie Mond und Venus zuordnen.
Umgeben sind die beiden Punkte von einem abladenden Schutzkreis, der annähernd 0 Bovis hat und großteils mit dem Rand der Wanne übereinstimmt.

Im Inneren steigt die Energie hingegen auf rund um 12.000 Bovis an, bei den beiden ca. handtellergroße Kreuzungspunkte sogar auf sensationelle 24.000 Bovis – typisch für Lichtwasserpunkte, von denen hier ja sogar zwei zu finden sind. Ein natürliches Wunder und ein weiterer Hinweis, auf das hohe Wissen und intensive G´Spür, das die Menschen, die diese Wanne angelegt haben, hatten.

Älter als vermutet

Auf den ersten Blick ist spürbar, dass die Wanne weit älter ist, als die Kaltwasseranstalt in der Wolfsschlucht. Auch das Mittelalter passt nicht. Die radiästhetische Mutung ergibt ein Alter, dass bei 270 – 290 n. Chr. liegt und das spürt sich stimmig an.

Hut ab vor der Leistung dieser Menschen, die mit, im Vergleich zu unserer Zeit, sehr unzureichendem Werkzeug tätig waren und dieses steinerne Wunder vollbrachten! Sowas macht man nicht aus Jux an der Freud oder weil man eine Wochenendbeschäftigung sucht. Hier waren sehr fühlige Meister*innen tätig, sowohl was die Lage an sich, aber auch was die Ausführung und Ausrichtung betrifft.

Badewanne oder Ritualbecken?

Nimmt man die radiästhetischen Mutungsergebnisse heran, dann wirkt der Begriff „Badewanne“ viel zu profan. Das hier war (und ist!) mehr als ein Tauchwasserbecken zur Reinigung und Erfrischung. Auch die Vermutung, dass rundum ein Badehaus gestanden haben könnte (was man archäologisch noch nicht nachgewiesen hat), indem Wasser für das Becken erhitzt wurde, erscheint eher unlogisch.
Das Steinbecken misst 2,45 m in der Länge, 1,45 m in der Breite und ist annähernd 70 cm tief. Um es zu füllen bräuchte man ca. 2,40 m3 (weil der Steintrog nicht rechteckig ist), das sind etwa 240 x 10l-Kübel. Bis man da auch nur anhähernd fertig gewesen wäre, wäre die Wanne schon wieder abgekühlt.  Eine weitere Sage weist auf die Möglichkeit hin, dass man Steine heiß gemacht hat und sie dann ins Becken gab, um das eisige Wildbachwasser zu erhitzen. Das klingt zumindest vom Ablauf her praktikabler. 

Das Wasser wurde mit Sicherheit von oben her zugeleitet und dann, nach Gebrauch, durch den Abfluss in den Badbach abgelassen. Im Hinblick auf die beiden faszinierenden Lichtwasserpunkte, die das ohnehin schon aufladende, rechtsdrehende Wasser zusätzlich mit einer ganz besonderen Energie verstärken, scheint ein energetischer und heiltherapeutischer Sinn gegeben. Wer hier badete, wollte sich nicht nur von irdischen Dingen reinigen, sondern hat nach innerer und äußerer Heilung und Kraft gesucht. Die mittelalterliche Badewanne, die wesentich älter ist, war mit Sicherheit ein Ritualbecken der vorchristlichen Menschen dieser Region.

Und weiter?

Spannend wäre ein wissenschaftliche Untersuchung dieses Beckens und es bleibt zu hoffen, dass sich irgendwann aufmerksame und sensible Forscher*innen finden, die sich dem Mysterium respektvoll und mit Neugier nähern.

Auch ein Versuch, die Wanne wieder ihrem ursprünglichen Zweck zuzuführen, wäre reizvoll. Wie es wohl ist, wenn man sich in das eisige Wasser legt, das so vielfältig aufgeladen wird? Eintauchen, die Schmerzen ablegen, sich der Tiefe ausliefern und durch diesen besonderen Ort mit neuer Kraft versehen, erfrischt ans Licht steigen …
Das wäre eine intensive und mit Sicherheit sehr kraftvolle Kur und ich bin neugierig, wie der Vorher-Nacher-Vergleich messbar und innerlich spürbar ausfallen würde. Wenngleich ich gestehe, dass es vermutlich einiges an Überwindung kosten muss, sich dem eisigen Wasser auszuliefern ;-)

Und weil es so viele offene Fragen gibt und die Geschichte rundum so spannend ist und neugierig macht, werden wir demnächst eine genauere Exkursion zum Bad Kreuzener Steinbadetrog machen, den Platz nochmal intensiv erspüren, nachmuten und vielleicht, wenn es sich ergibt, gerne auch mit anderen hier forschen, wandern und die Geheimnisse, die hier verborgen sind, erleben. 

Lichtwasser!

Steinwanne Bad Kreuzen 019Eine Möglichkeit, zumindest einen Teil dieser heilsamen Schwingung zu erfahren, bieten die beiden Lichtwasserpunkte: Eine Flasche oder Gefäß aus Glas (bitte kein Plastik und auch Alu ist nur bedingt ideal) mit Wasser gefüllt, ca. 30 Minuten auf einen der beiden Punkte stellen. Die Zeit reicht aus, um die lokale Schwingung auf das mitgebrachte Wasser zu übertragen.

Die radiästhetische Messung hat zudem ergeben, dass das Wasser reproduzierbar ist – sprich: Man kann das solcherart und hierorts gewonnenen Lichtwasser immer wieder mit normalem Wasser (aus der Leitung oder stilles Mineralwasser) auffüllen und die Schwingung überträgt sich weiter. Wir haben auch probiert, das Lichtwasser in einer verschlossenen Glasphiole in einem Krug mit normalem Wasser zu deponieren und haben dabei gleichfalls eine Übertragung der Schwingung feststellen können. Das Lichtwasser aus Bad Kreuzen ist nicht nur deshalb etwas sehr Besonderes! 

Der Weg

Aufmerksame Wanderer finden die mystische Steinwanne am Güterweg Schönfichten, ca. 100m nach Beginn (wenn man von oben nach unten, Richtung Wolfsschlucht geht), ein paar Meter links, neben dem Weg. Ich setze voraus, dass man sich diesem besonderen Platz mit Respekt und Wertschätzung nähert. Hinkommen, wahrnehmen, reinspüren – vielleicht in Gedanken eintauchen, sich in die Mitte stellen, die Kraft spüren … und mit Dankbarkeit und Demut sich wieder verabschieden. Dieser Platz hat viel zu geben, es wäre schade, wenn diese Gaben gering geachtet oder gar ausgenutzt werden.

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