Leben mit dem Jahreskreis – Beltane

Hexe - Schwester - Heilige : Beltane, das FrühlingsFreudenFest

Der Jahreskreis ist eine Abfolge von sich unterstützenden, ergänzenden Zyklen und Energien, für uns Menschen durch 8 Jahreskreisfeste intensiv spür- und erlebbar gemacht:

  • Samhain – Halloween – Allerheiligen  … 31.10./1.11.
  • Yule – Wintersonnenwende – Weihnachten … 21.12/24-25.12.
  • Imbolc – Brighid – Lichtmess … 02.02.
  • Ostara – Ostern – Tag und Nachtgleiche … 21.03./23.03
  • Beltane – Walpurgis – Maifeiern … 30.04./01.05.
  • Litha – Johanni – Sommersonnenwende … 21.06.
  • Lammas – Kräuterweihe – Schnitterfest … 02. 08.
  • Mabon – Erntedank – Tag und Nachtgleiche … 23.09.

Das aktuell nächste ist

Beltane – Walpurgis – die Maifeiern:

Hexe - Schwester - Heilige : Beltane, das FrühlingsFreudenFest… der Wachstumshöhepunkt, wenn alles rundum kraftvoll wächst, blüht und vor Fruchtbarkeit strotzt.

Umgelegt auf unser menschliches Dasein. auf Unternehmen und Unternehmungen, ist es der Aktionshöhepunktim Flow sein: Es geht darum Grenzen zu erweitern, die Kraft der Schönheit und Ästhetik wahrzunehmen, zu empfinden und zu respektieren. Alles ist im Schwung und Aufbruch, es geht ums Begehren, Begehrt werden und natürlich darf das alles auch ganz viel Spaß und Freud machen ;-)

Klassische Themen: das Leben auskosten, genießen und mit allen Sinnen wahrnehmen & annehmen, mitten im Leben und im Jetzt sein. Feiern, säen, pflanzen & aufnehmen, die Schönheit & die Sinnlichkeit erleben, Genuss der voll erwachten Lebenskraft, Heilige Hochzeit …

Die Schattenseiten sind Ungestüm, Ungeduld und ja, auch die Eifersucht sucht sich da ihre LernpartnerInnen.

Beltane ist ein Mondfest und für mich findet es immer zum zeitlich passenden Vollmond statt – das kann schon mal die Nacht vom 30.April auf den 1. Mai sein, aber wenn der Vollmond, so wie gestern, vorher stattfindet, dann ist diese Nacht für mich die Beltane-Nacht. Ganz besonders wenn zum Skorpion-Mond (denn da steht unser schöner Erdtraband um diese Jahreszeit) eine partielle Mondfinsternis dazu kommt, so wie gestern (25.04.13) – ein doppelter Genuss!

Als passende GöttInnen-Archtypen bieten sich hier die weiß-roten Göttinnen und Götter des Lebens, der Liebe und Lust an: Aphrodite, Venus, Flora, Inanna als Mondgöttin, Freya und Freyr, Belenus, Cernunnos – und natürlich die Hexen! … denn Beltane ist, wie sein Pendant Samhain, ein großes Hexenfest und regt seit Jahrhunderten die Fantasie der Menschen in diese Richtung an.

Mit dem Jahreskreis leben

Der Jahreskreis ist nicht nur ein Abbild des Naturzyklus, nach dem jedes Leben auf diesem Planeten agiert. Man kann (und sollte) ihn auch als Ablauf für Projekte, Unternehmungen, Handlungen wegweisend hinzuziehen.

Jedes Projekt hat einen Anfang und ein Ende, es gibt die Phase der Inspiration, den tatsächlichen Beginn, das aktive Wachsen und Reifen lassen und natürlich auch eine Ernte und ebenso natürlich sollte es einen Erntedank geben.

JahreskreisIch habe die Erfahrung gemacht, dass es mir hilft, wenn ich visuell an diesen Zyklus erinnert werden. In meinem Büro hängt der Jahreskreis an der Wand, am Schreibtisch steht die kleine Version – und in meinem Zaubergarten haben ich mir einen Jahreskreis gebaut.

Seit 2011 ist er der „Nabel“ meines halbwilden Gartens und mit jedem Blick bringt er mir den Zyklus näher – was natürlich auch die Natur rundum tut, aber so hat auch mein analytisches Verstehen einen sichtbaren Anker ;)

Wie man so einen Jahreskreis selbst baut, könnt ihr hier sehen: Jahreskreis bauen

Und ich empfehle dazu auch das Buch von Brigitta de las Heras – die Reise durch den Jahreskreis, aus dem ich mir viele Infos und Inspirationen geholt habe.

laszive Gartengöttin Mittlerweile ist mein Jahreskreis in der Wiese gut integriert – manchmal zu gut. Im Frühjahr wird er von mir immer wieder überarbeitet und gereinigt. Der Flussschotter ist nun schon stark mit Lärchennadeln durchsetzt und ein Ziegel ist vom Frost angeknackst – aber er darf bleiben, er passt so und ist ein sichtbares Zeichen, dass auch ein Kreis einen Anfang und ein Ende hat.

Mit Steinen markiere ich die aktuelle Zeitqualität und dann und wann finden sich auch noch andere Dekoelemente – wie Blumen und meine laszive Gartengöttin, die mir als Buchstütze in die Hände gefallen ist und von mir in den Parthenon befördert wurde. Da gefällt es ihr wesentlich besser als bei den Blumen und sie schaut dem Wachsen und Tun im Garten genüsslich zu.

… was übrigens eine sehr motivierende Tat ist, erinnert sie mich doch damit daran, dass es nicht immer emsige Aktivität braucht, damit etwas gut gedeiht ;-)

Holt euch den Jahreskreis bewusst in euer Heim, in euren Garten – es gibt soviele Möglichkeiten, einen zu gestalten. Mit euren Symbolen und in eurem Stil, passend zu eurem Umfeld. Mit Steinen, Holz, Tüchern, Bändern … wie auch immer. Und er muss ja auch nicht fix sein, so wie meiner, er kann auch draußen, im Wald, entstehen. Auf einer Lichtung, integriert in die Natur, mit dem, was an Fundstücken da ist und was dann auch wieder in sie zurücksinken darf.

Egal wie, beschäftigt euch damit, es hat nicht nur einen zutiefst meditativen Charakter – es gibt einem einen tiefe, innere Ruhe und hilft, das unbewusste Wissen über diesen uralten Zyklenwandel an die Oberfläche, in die Ratio zu holen und sich selbst wieder an den Zyklus anzubinden

Mit anderen Worten: es tut einfach gut – also tut euch was Gutes!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.