Was tun mit dem Christbaum, nach Weihnachten?

Die Feiertage sind geschafft und alle sind hoffentlich wohlbehalten, gut genährt und motiviert im neuen Jahr gelandet! Fallweise wurde die Weihnachstdeko auch schon wieder abgebaut. Die immer-wieder-Frage in dieser Zeit: Wohin mit dem Christbaum?
In vielen Gemeinden wird er kurz nach dem Dreikönigstag eingesammelt und abtransportiert. Wer nun aber sein Weihnachtsbäumchen bis zur „offiziellen“ endweihnachtlichen Abrüstung an Maria Lichtmess (2. Februar) behalten will oder das gute Stück nicht einfach in der Gemeinschaftskomposterei versenken möchte, der steht dann irgendwann vor der Frage, wie man das grüne Stacheldings einer praktischen Verwertung zuführt bzw. wie man es denn nun möglichst sinnvoll los wird. 

Im Netz gibt es eine üppige Fülle an Ideen, die sich genau damit befassen. Die meisten Tipps zur Aufarbeitung des Weihnachtsbaumes drehen sich um das Anfertigen eines Quirls aus der Spitze, Badezusätze aus den Nadeln und die Produktion von Knöpfen bzw. Schlüsselanhängern aus dem Stamm und den Ästen.
Gartenbesitzer*innen können auch noch schnell ihre winterschutzbedürftigen Pflanzen mit dem Reisig abdecken – sofern es nun nicht schon zu spät dafür ist.

Zum Christbaum-Quirl gibt es demnächst noch einen eigenen Beitrag, weil der auch brauchtumstechnisch und radiästhetisch sehr spannend ist.

Manche propagieren auch das Verfüttern des Baumes an Pferde und Wildtiere.
Dazu eine dringende Warnung:

Wenn man Christbaumhacken und Lametta verwendet, dann kann das für die Tiere mitunter tödlich ausgehen. Ein vergessener Hacken, ein hängengebliebenes Lametta und der Magen-Darm-Trakt des Tieres wird schwer geschädigt. Auch Fäden, Schnüre oder gar vergessene Süßigkeiten (soll´s ja auch geben ;) sind höchst ungesund.

Weiters sind nicht alle Weihnachtsbäume aus umweltfreundlicher Biozucht. In vielen Kulturen werden die Bäume gegen Fraßschäden durch Wildtiere geschützt, oft mit chemischen Mitteln. Diese Bäume dann an die Wildtiere zu verfüttern ist logischerweise höchst konterproduktiv. Wir mögen unseren Salat ja auch lieber ungespritzt und ohne Insektenschutzmittel.

Wer einen eigenen Ofen hat, der kann das trockene Reisig auch verheizen. Aus eigener Erfahrung hier der Tipp: Immer nur in kleinen Mengen und am besten nur beim Unterzünden und vor allem SEHR VORSICHTIG! Das Reisig fängt fast explosionsartig Feuer und schert sich selten darum, ob man sich schon aus der Gefahrenzone zurückgezogen hat.
Hat man zu viel Reisig in den Ofen gestopft, dann erstickt die Flamme gerne sobald der Ofen geschlossen wird. Nicht ohne ordentlich zu qualmen, was wieder andere Gefahren nach sich zieht. 

Wir haben die Nadeln auch schon fallweise als Streumittel auf der eisigen Stiege und am Weg verwendet. Nicht so wirksam wie Split oder Sand, aber deutlich schonender als Salz. Allerdings wandern die Nadeln dann gerne auf den Schuhsolen und via Hundepfoten wieder retour ins Haus und man hat dann noch deutlich länger was von der weihnachtlichen Pracht … nur eben ein wenig undekorativer ;-)

Linktipps zur nachhaltigen Christbaum-Verwertung

Habt ihr eigene Ideen und Erfahrungen rund um die sinnvolle Christbaumverwertung? Ich und anderen freuen sich, wenn ihr die hier mitteilt – einfach in die Kommentare reinschreiben!

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