Wasserader, Verwerfung & Co: Radiästhetische Probleme – Der gute Schlafplatz, Teil 3

In den ersten beiden Teilen meiner Schlafplatz-Reihe ging es in erster Linie darum, das Umfeld des Schlafplatzes zu analysieren. Wer die beiden Teile verpasst hat, kann sie hier nachlesen:

Im dritten Teil geht es um den Bereich, der vermutlich die meisten interessieren: Wasseradern Gitterkreuzungen, Verwerfungen und andere „böse“ Dinge, denen man gemeinhin nachsagt, dass sie die Hauptursachen für schlechten Schlaf sind. Wie in den ersten beiden Teile der Serie nachzulesen, sind es aber nicht immer immer geopathogene Belastungen, die für unruhige Nächte sorgen.
In den meisten Fällen wird dennoch zuerst der*die Radiästhet*in gerufen und dann obliegt es diesem*r, die Klient*innen aufzuklären und mehr oder weniger sanft darauf hinzuweisen, das eben nicht immer die Wasserader unterm Bett der Unruhestifter ist. 

Wasseradern, Verwerfungen & Co: Schuld an schlechtem Schlaf?

Meist sind mehrere Faktoren daran schuld, wenn der Schlaf gestört ist, man keine Ruhe findet, schlecht einschläft, müder aufsteht, als man schlafen ging oder sich schlich einfach nicht wohl fühlt in seinem Bett. 
Eine radiästhetische Analyse und Untersuchung kann geopathogene Störzonen aufzeigen, die möglicherweise ihren Teil dazu beitragen. Wichtig ist aber immer, dass man sich auch das Umfeld ansieht und – wie in Teil 1 nachzulesen – eben alle Faktoren berücksichtigt. Und natürlich müssen vorab auch immer allfällig medizinische Ursachen abgeklärt werden.

Sofern man die Möglichkeit hat, ist es aber immer empfehlenswert sich den Platz, wo man bauen, leben und natürlich auch schlafen will, vor Beginn der Bauarbeiten oder Übersiedlung (bzw. vor dem Wohnungskauf) radiästhetisch untersuchen zu lassen. Im Nachhinein Änderungen oder Adaptionen vorzunehmen, ist zwar heutzutage meist die häufigste Reaktion, aber eben nicht die beste. 

Bauen – früher und heute

In früheren Zeiten hat man sich den Platz, auf dem man sein Haus bauen wollte, vorab gut angeschaut, oft auch Radiästheten bzw. „Wissende“ hinzugezogen und in weiterer Folge auch Rücksicht auf die geologischen und geomantischen Besonderheiten genommen.

Eine alte Methode war beispielsweise das Aussetzen eines Ameisenvolkes auf dem zukünftigen Bauplatz. War das Volk nach einem Jahr noch immer da, dann war der Bauplatz ungeeignet für ein Wohnhaus. Der Hintergrund: Ameisen sind Strahlensucher und errichten ihre großen Hügel gern über tiefliegenden Kreuzungen von Wasseradern, fallweise findet sich dann sogar noch die eine oder andere Gitterkreuzungen.

Der Mensch hingegen ist ein Strahlenflüchter, wie die meisten unserer Haustiere. Was den Ameisen hilft, tut uns nicht gut – wir brauchen ruhige, störungsfreie, neutrale Plätze um gut leben zu können. Das ist besonders im Schlaf wichtig, wo wir den Umgebungseinflüssen und -gefahren schutzlos ausgeliefert sind. Wer tief schlafen will, braucht einen geschützten, friedlichen Platz und das Gefühl der Sicherheit.

Nicht jeder hat da die gleichen Bedürfnisse und was dem einen viel zu viel ist, kratzt den anderen nicht einmal ein bisschen. Doch wenn der Sensiblere Probleme hat und die in Folge dann in den psychischen oder gesundheitlichen Bereich hineinspielen, dann ist es Zeit, den Schlafplatz einer eingehenden Untersuchung zu unterziehen.

Im Gegensatz zu früheren Zeiten, als man um diese Dinge noch wusste UND sie auch bewusst beachtete, ohne sie als Humbug und Aberglaube abzutun, baut man heute da, wo der Grund vorhanden (und leistbar) ist. Was nicht passt, wird passend gemacht. Aber leider mehr im finanziellen und bautechnischen Sinne und weniger im Bezug auf die sensiblen Bedürfnissen von Menschen, die einen geopathologisch ruhigen Erholungsplatz brauchen. In unserer Technikgläubigkeit vergessen wir oft, dass man nicht alles reparieren und manipulieren kann.

Wenn Probleme auftauchen, muss man sich oft erst mühsam auf die Suche machen und selbst wenn dann einige mögliche, störende Ursachen bei einer radiästhetischen Untersuchung entdeckt werden, ist man von einer Lösung und Bereinigung oft noch weit entfernt. Denn nicht alles kann man abschirmen, manches unter Umständen auch nur vorübergehen und es gibt immer wieder Fälle, wo es schlichtweg besser ist, wenn man sich einen neuen Schlaf- oder gar Wohnplatz sucht.
Fatalerweise sind aber in heutiger Zeit weniger die alten, überlieferten und klassischen radiästhetischen Strukturen schuld, wenn die Ruhe gestört ist. Meist sind es moderne und/oder bauchtechnische Probleme, die das Wohlbefinden massiv stören. 

Die radiästhetische Untersuchung

Es gibt viele radiästhetische Strukturen, die im Zuge einer radiästhetischen Untersuchung in Betracht gezogen werden können. Hier unterscheiden sich Vorgehen, Ablauf und auch die Punkte, die untersucht werden, mitunter sehr. Sprich: Jede*r Radiästhet*in handhabt das etwas oder ganz anders. Manche arbeiten das ganze Programm und noch ein paar Punkte mehr durch. Andere haben wiederum nur eine Handvoll Strukturen „intus“, die sie prüfen. Dann gibt es wieder welche die prinzipiell nur Wasseradern suchen und andere wieder gehen die Sache situativ und intutiv, eben „g´spürig“ an, und finden mitunter Dinge, von denen andere noch nicht mal gehört haben.

Das es dann auch zu unterschiedlichen Messergebnissen kommt, liegt auf der Hand. Dennoch sollten sich die nicht allzu sehr voneinander unterscheiden, speziell wenn es sich um die „klassischen“ Strukturen handelt.

Alles bewegt sich 

Wichtig zu wissen: da unser Planet nach wie vor im Umbau ist, sich immer noch verändert, die Platten sich nach wie vor verschieben, auch sonst alles in Bewegung ist, ergeben sich speziell bei den natürlichen Strukturen (Wasseradern, Verwerfungen & Co.) Schwankungen. Da kann es schon mal vorkommen, dass im Lauf der Jahre aus drei nebeneinander liegenden Wasseradern eine wird oder sich die unterirdisch einen anderen Weg suchen oder ganz verschwinden … oder auch mehr werden. Das passiert ja auch oberirdisch, bei Bachläufen, Quellen und Flüssen. Mal sind die breiter, dann wieder kaum zu sehen und fallweise gräbt sich ein Bach einen neuen Weg durch, für ihn, bequemeres Geröll.

Darum macht es Sinn, wenn man die radiästhetische Messung nach einiger Zeit wiederholt. Auch um mögliche, abschirmende oder verändernde Maßnahmen zu überprüfen und diese entsprechend nachzujustieren.
Ein Klassiker sind auch Baumaßnahmen in der nahen Umgebung. Da hat man die Wasserader am eigenen Grund im Blick und gebändigt und auf einmal verändert sich die Lage total – weil vielleicht weiter oben gebaut wird und die Wasserader bei Grabungen umgelenkt wurde. Das passiert beispielsweise oft bei Kanalgrabungen, Brunnenbohrungen, Erdrutschen etc. 

Radiästhetisches Werkzeug, Herangehensweise & Grenzen

Die Mittel, mit denen radiästhetisch untersucht wird, sind ebenso individuell wie die Vorgangsweise bei der Untersuchung. Manchen verwenden ausschließlich Ein- oder Zweihandruten, andere schwören auf die eher technische H3 oder Lecher-Antenne. Die nächsten pendeln vielleicht mittels Tensor oder Pendel, und andere wieder kombinieren alles quer durch, je nachdem, was gerade und wie untersucht bzw. gemutet werden soll.

Nicht immer ist der, der die technisch tollsten Geräte hat, auch fachlich besser – es kommt immer auf die Erfahrung und das erworbene Wissen an, aber mehr noch auf das G´spür: Die Intuition. Denn schlussendlich sind alle Instrumente nichts anderes als Zeigewerkzeuge, die das übersetzen, was der agierende Mensch hier wahrnimmt und spürt.
Das es auch ein gesundes Maß an Menschenkenntnis, Hausverstand und Sensibilität braucht, ist auch klar und nicht zuletzt braucht es Vertrauen und Sympathie. Schließlich gewährt man ja einem anderen Menschen Zugang zu seinen intimsten Räumlichkeiten. Auch wenn es sich „nur“ um eine Analyse handelt, ist der Einblick auf vielerlei Ebenen tiefer, als man sich mitunter bewusst macht.

Insofern ist es gut, wenn es im Vorfeld ein Gespräch (persönlich oder am Telefon) gibt, wo die gegenseitigen Vorstellungen geklärt werden und man sich neutral kennenlernen kann. Das ist auch ein Qualitätskriterium, nachdem man sich bei der Auswahl eines Radiästheten richten sollte. Weitere sind Erfahrung und Vorgehensweise und natürlich, wie immer in solchen Fällen, auch Empfehlungen und Feedback von anderen. Sinnvoll ist auch, im Vorfeld die Kosten abzufragen und ob eine Wegpauschale verrechnet wird. 

Ob und wieviele Kurse eine*r gemacht hat und bei welcher möglichen Koryphäe er*sie überall gelernt hat, sagt hingegen nicht immer etwas darüber aus, ob das so erworbene Wissen auch sinnvoll eingesetzt werden kann oder ob der*diejenige generell Talent und Feeling für die radiästhetische Arbeit hat. Manche müssen auch nach Jahren der Ausbildung sprichwörtlich über eine Wasserader stolpern, um eine zu finden. Anderen reicht ein Blick in den Raum und/oder die Umgebung und sie können, selbst ohne zu pendeln, den Verlauf exakt nachzeichnen.

Ein Qualitätssiegel gibt es (noch) nicht und es ist fraglich, ob es das überhaupt je geben kann. Schlussendlich handelt es sich bei der Radiästhesie nach wie vor um eine sog. Pseudowissenschaft und das bedeutet nichts anderes, als das sie technisch und wissenschaftlich nicht als Untersuchungsmethode anerkannt ist.
Auch wenn sich immer wieder Zusammenarbeiten mit „echten“ Wissenschaftler*innen ergeben, wie zum Beispiel im Bereich der Archäologie, ist die Radiästhesie nach wie vor etwas, dass in unserer Zeit leider oft als Humbug ins esoterische Eck gestellt wird. Was schade ist, denn die Radiästhesie kann auf vielen Gebieten helfen, aufzeigen und unterstützen.

Eines aber können weder Radiästhesie noch Wissenschaft: Wunder wirken oder den Menschen selbst aus der Verantwortung nehmen. Die Untersuchung des Schlafplatzes ist das Eine. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse dann auch umzusetzen und aktiv zu werden, um eine Veränderung zum Besseren herbeizuführen, ist das Andere und wesentlich Entscheidendere.

Radiästhetische und baubiologische Strukturen 

Die nachstehende Zusammenstellung ist eine grobe Übersicht eher häufiger anzutreffender Probleme bzw. sog. Strukturen, wie es radiästhetisch heißt, die am Schlafplatz für Störungen sorgen können.

Meine Einteilung ist subjektiv und gliedert sich in die klassischen, quasi überlieferten Strukturen, mit einerseits weitgehend natürlichen Ursprüngen und solchen, bei denen der Mensch manipulierend und/oder schaffend eingegriffen hat.

Die zweite Gruppe sind Störfelder, die sich aus unserer modernen, technisierten Lebensweise heraus ergeben haben und die zunehmend für massive Probleme sorgen. Zwar kann man auch diese mitunter mittels klassischem, radiästhetischem Werkzeug muten. Sinnvoller ist es aber, wenn man hier (zusätzlich) mit Messinstrumenten arbeitet, wie sie auch in der Baubiologie verwendet werden, und so auch die Intensität, sprich die Stärke der Belastung, erheben kann. Denn im Gegensatz zu den klassischen radiästhetischen Strukturen ist es bei den modernen Störfeldern sehr wohl möglich, diese technisch und völlig „unesoterisch“ sichtbar zu machen.

Klassische Strukturen und solche, mit weitgehend natürlichem Ursprung

Radiästhetische Strukturen, natürlichen Ursprungs

Die folgenden Strukturen sind seit ewigen Zeiten auf unserem Planenten vorhanden. Wir sind evolutionstechnisch mit ihnen aufgewachsen und haben auch gelernt, sie für bestimmte Zwecke zielgerichtet zu nutzen. Alte Kultplätze jeder Religion, Orakel- und Meditationsplätze, aber auch Richtplätze und Machtzentren nutzten diese Kräfte, teilweise bis heute. Auf einem Schlafplatz sind diese Strukturen aber nicht hilfreich und können, je nachdem wie sensibel man ist, für Schlafprobleme sorgen.

Da unser Planet ja nach wie vor in Veränderung ist, unterliegen auch diese Strukturen einer ständigen Bewegung und schwanken mehr oder weniger stark in ihrer Lage und Ausdehnung. Nicht nur die Wasseradern (siehe weiter oben im Text), auch die Verwerfungen und die „berüchtigten“ Gitter. Man hat bei letzteren sogar festgestellt, dass sie sich vor Erdbeben und bei Extremwetterlage verändern können. Diese Gitter darf man sich auch weniger wie Linien vorstellen. Es sind vielmehr Streifen und man bezeichnet sie auch fallweise als Reizstreifen. Die Breite dieser Reiztreifen schwankt und liegt, je nach Gitterart und div. anderer Einflüsse, zwischen 15 und 70cm.

  • Unterirdische Wasseradern & Kreuzungen von Wasseradern
    Oberirdische Flüsse sind meist weniger ein Problem. Man kann durchaus einen guten Baugrund in Flussnähe haben, sofern man unterirdische Zuflüsse und den Grundwasserstrom beachtet (und nicht in der  Überschwemmungszone baut). 
  • Verwerfungen (geologische Brüche, unterirdische Bruchkanten, Risse, Erdspalten), trocken oder wasserführend
  • Hartmann Gitter (1. Gitter), verläuft in Nord-Süd-Richtug und hat eine ungefähre Maschenbreite von ca. 2m in Nord/Süd Richtung und ca. 2,5m in Ost/West Richtung.
  • Curry Gitter (2. Gitter), verläuft um 45° verdreht zum 1. Gitter und hat eine ungefähre Maschenbreite von ca. 3,5 -3,7m je Kante, ist also annähernd quadratisch.
  • Drittes Gitter, auch: Blitzgitter, Schneider-Gitter, Linie der Beredsamkeit („die geschwätzige Linie“, wie es eine Freundin mal ausdrückte). Das ist weniger ein Gitter, wie die obigen. Es verläuft mehr wie Adern, ohne erkennbare Regelmäßigkeit oder Rapport
  • Benker Gitter – dies ist eine Form des Hartmann-Gitters, nur großmaschiger, nämlich ca. 10x10x10m, und würfelförmig, also dreidimensional
  • Erdausatmungs- und -einatmungspunkte
  • Kosmo-Telurischer Schlot
  • Planetenlinien
  • Kohle- und Erzadern
  • Natürliche Radioaktivität, die z.B. durch austretendes Radongas entsteht. Je nach Standard kann das in Niedrigenergie- bzw Passivhäuser besonders problematisch werden, da hier die Luft nicht entsprechend ausgetauscht, bzw nur umgewälzt oder beigemischt wird
    Entsprechend der geologischen Situation sollte man in den Gegenden, wo Radon vermehrt vorkommt, für gute und überdurchschnittliche Raumlüftung sorgen, um die Belastung möglichst niedrig zu halten! Das ist z. B. in Teilen des Mühl- und Waldviertels, aber auch in Bereichen des Wiener Beckens der Fall. Ein Blick auf eine spezifische „Radonkarte“ der Gegend kann hier sehr aufschlussreich sein
  • Kombination und Kreuzungen aller oben angeführten (und unten noch folgenden) Strukturen, die sich treffen und u.U. dadurch potenzieren oder verändern können. Eines allein ist vielleicht noch erträglich, aber wenn sich beispielsweise zwei Gitterkreuzungen übereinander ergeben und dann noch eine wasserführende Verwerfung dazu kommt, dann sollte man an dieser Stelle besser einen Ritualplatz planen, denn ein Bett hinstellen
  • Generell stark abladende und aufladende Plätze – die sich mitunter aus den obigen Strukturen ergeben können. Der Mensch braucht neutrale Schlafplätze mit ca. 6000-6.500 Bovis.

Radiästhetische Strukturen, menschlichen Ursprungs

Die folgenden Strukturen haben ihren Ursprung meist in zielgerichteten, meist sehr alten, baulichen Maßnahmen, die von Menschen zu bestimmten Zwecken bewusst so hervorgerufen wurden. 

  • Leylines – verlaufen meist gerade und verbinden Orte (Machtzentren, religiöse Stätten,…) gleicher Schwingung, im Sinne von: miteinander in Verbindung stehend, zusammengehörig. Das kann auch über sehr weite Strecken gehen, mitunter quer über den halben Kontinent
  • Geomantien/geomantische Zonen (nicht zu verwechseln mit „Geomantie/Geomantik“, der Kommunikation mit und sog. Weissagung aus der Erde).
    Sie sind den Leylines insofern ähnlich, als auch sie Orte gleicher Schwingung verbinden. Allerdings verlaufen Geomantien nicht immer gerade und sind oft auch kürzer als Leylines. Sie können die Richtung wechseln, Kurven machen oder geometrische Muster (auf der Landkarte) bilden, mit denen sie zusammengehörige Plätze verbinden (bzw. werden die Geomantien wohl eher von diesen Plätzen hervorgerufen)
  • „künstliche“ Strukturen – z.B. bewusst umgelenkte Wasseradern (z.B. in alten Kirchen) oder durch Gegenstände (z.B. Stehlampen), Spiegel, Kram manipulierte Strukturen
  • Kultplätze, Opferplätze, Gräber
  • Steinsetzungen – egal ob bewusst, rituell oder als Deko aufgestellt
  • Steine, Symbole, Feng Shui und religiöse Deko
  • Unterirdische Hohlräume: natürliche oder künstliche Höhlen, aber auch Bergbautunnel; verschüttete, alte Keller; überbaute Garagen, Gänge (Fernwärmen, Fluchttunnel) …
  • Besetzungen – Geister; „hängengebliebene“ Seelen
  • Emotionale Ablagerungen, wie Depression, Trauer, Hass …aber auch durch Selbstmorde, lange und schwere Erkrankungen, Verstorbene etc. verursachte Emotionen in jeder Form

Moderne, meist durch aktuelle Technik und Lebenswandel verursachte Störungen

Dies ist der Bereich, wo die klassische Radiästhesie an sich aufhört und die Baubiologie beginnt. Es ist aber auch der Bereich, wo man durch persönliches Nachdenken am meisten erreichen kann. Ein großer Bereich davon steht mit Elektrizität in Verbindung.

Elektrizität ist im Grunde genommen auch eine Struktur, die natürlich vorkommt – jedes Lebewesen ist auf eine gewisse Weise elektrisch, ohne gäbe es kein Leben. Aber die Höhe und Dosis, mit der wir damit in unseren Lebensräumen konfrontiert werden, ist in den letzten Jahrzehnten extrem gestiegen. Der Mensch ist von seiner Physis her jedoch nach wie vor auf dem Stand von vor ein paar tausend Jahren – wir entwickeln uns nicht so schnell, wie wir die Entwicklung rund um uns voran treiben. Daraus ergeben sich dann Spannungszustände, die sich gesundheitlich niederschlagen können.

Ein weiterer Fakt ist, dass man Elektrizität nicht riecht oder schmeckt und auch nicht wirklich sieht. Genauso wenig wie magnetische Felder. Man braucht technische Geräte, die einem bewusst machen, welchen Spannungen und Frequenzen man den ganzen Tag über ausgesetzt ist.
Wenn diese Spannung dann auch in der Nacht auf uns einwirkt, dann steht man nicht nur sprichwörtlich unter Strom – mit allen, sich daraus ergebenden Konsequenzen.

Die nachstehende Einteilung ist eine Art Reihung, im Hinblick auf die Probleme, die sich ergeben können. Die Hochfrequenz ist dabei an erster Stelle. Chemische Belastung (z.B. Formaldehyd aus Möbel-Spanplatten), wie sie früher noch durchaus häufiger vorkamen, rangieren hingegen an letzter Stelle und sind heutzutage, dank der Senkung der gesetzlichen Grenzwerte, eher seltener anzutreffen.

1. Hochfrequenz (HF)
Wenn in einem Raum eine Lampe flackert, dann macht einen das nervös. Je schneller das Licht flackert, umso zappeliger wird man.
Hochfrequenz „flackert“ extrem schnell – zwischen 2,4 und 5 Gigahertz (Ghz) – das ist 2,4 Milliarden mal in der Sekunde. Mit Nullen ausgedrückt: 2.400.000.000.
Man kann auch Mikrowelle dazu sagen, denn die hat zwischen 1 und 300 Ghz.
Interessanterweise will sich kaum jemand in eine Mikrowelle hineinsetzen und die dann aufdrehen (Bitte nicht probieren! Das wäre tödlich). Aber man hält sich ein ähnlich intensiv strahlendes Gerät ans Ohr, legt es sich in den Schoß, platziert es nahe dem Herzen oder nimmt es mit ins Bett.
Die Rede ist von unseren „mobile Devices“: Smartphone, PC, Tablets etc.
Die verbreiten diese Hochfrequenz und funktionieren damit. Sie stellen damit aber auch ein nicht zu unterschätzendes Potential an möglichen Schlaf- und Gesundheitsproblemen. Je intensiver die Nutzung, desto intensiver die Belastung

Geräte, die mit Hochfrequenz arbeiten:

  • Smartphone, Tablets
  • Handymasten
  • Wlan / Wifi
  • Dect Telefone
  • Babyphone
  • unverkabelte Überwachungskameras (weil sie meist einen Sender eingebaut haben)
  • Elektronische Spielzeuge und Haushaltsgeräte, wie z. B. Spielkonsolen, elektronische/animierte Babyrasseln, unverkabelte Fitnessarmbänder, Smart-Watches, moderne Haushaltsgeräte und Haushaltssteuerungen, die sich via App steuern lassen – Licht, Heizung, Sonnenblenden u. ä.

Funkwecker (batteriebetrieben) sind hingegen unbedenklich, da sie nur Empfangsgeräte sind und keine Sender.

In der Bedienungsanleitung handelsüblicher Smartphones steht meist auch drin, dass man eine Distanz zum Ohr einhalten soll (ca. 2-5cm). Z.B. Bei Blackberry: „…achten Sie darauf, dass das Handy einen Abstand von mindestens 25 mm von Ihrem Körper hat, wenn es eingeschaltet ist, zum Telefonieren oder für Datennutzung eingesetzt wird…
Hand aufs Herz: Wer hat sich die Bedienungsanleitung seines Handys schon mal durchgelesen, oder kennt gar den SAR Wert seines Smartphones?

SAR WERT
Die spezifische Absorptionsrate (SAR) ist ein Maß für die Energieaufnahme im Körper. Sie wird in Watt pro Kilogramm (W/kg) gemessen. Um gesundheitliche Wirkungen auszuschließen, soll der SAR-Wert eines Handys nicht mehr als 2 Watt pro Kilogramm betragen.

2. Niederfrequenz (NF) – 50 Hz, Haushaltsstrom 230Volt
Im Vergleich zur Hochfrequenz nehmen sich die Werte der Niederfrequenz fast harmlos aus. Unterschätzen sollte man sie dennoch nicht. Hinter dem technischen Begriff versteckt sich der viel zitierte Elektrosmog. Der ist weniger ein Nebel, denn ein Feld, dass sich über den Bereich legt. Auf Dauer ist das so unangenehm, wie es klingt.

Geräte/Situationen, wo Niederfrequenz vorkommen kann

  • Elektrosmog durch (meist ungeschirmte) Leitungen bzw. Steckdosen in der Wand oder Mehrfachsteckerverteiler unterm Bett
  • Nachttischlampen
  • Radiowecker (mit Batterien betriebene Geräte sind hingegen problemlos) 
  • Französische Betten mit integrierter Beleuchtung und eingebauten Radios
  • Elektrische Steuerung für das Bett (zum Heben des Kopf/Fußteils u. ä.)
  • Stehlampen
  • Hochspannungsleitungen und Bahnstrom (Strombelastung durch Züge/Gleise/Oberleitungen)

Das Hauptproblem: die meisten Geräte sind nicht geschirmt bzw. nicht geerdet, was man z.B. an den zweipoligen Euro-Flachsteckern erkennen kann.

3. Magnetische Störungen
Es kommt zwar auch in der Natur vor, dass der Kompass verrückt spielt und sich nicht einnorden will – aber weitaus seltener als in unsere Behausungen. Ist es in der Natur ein faszinierendes Schauspiel, dass auf besondere Naturphänomene hindeutet, so hat man bei einer hausgemachten Magnetfeldstörung weniger Faszination zu erwarten.
Wenn das Fußende des Bettes noch normal gepolt ist und die Nadel nach Norden zeigt, das Kopfende aber magnetisch um 30° verschoben ist, dann hat unser Körper massiv zu kämpfen.

Magnetische Störungen werden zum Beispiel durch Trafos, wie sie in Radioweckern, bei 12V-Halogenbeleuchtungen, in Handyaufladegeräten bzw. -adaptern oder einer Musik/Stereoanlage in den Lautsprechern vorkommen, verursacht.
Ein speziell perfider Fall sind Induktionskochfelder und -herde, denn die sind besonders problematisch für Menschen mit Herzschrittmachern und Schwangere. Die  Herzschrittmacher werden mittels Magnet gesteuert – fachgerecht eingestellt vom Arzt. Ein Induktionsherd hat zwar keine medizinische Ausbildung, kann aber dennoch auf den Herzschrittmacher zugreifen – allerdings mit weniger guten Erfolgen. An sich sollte bei Verkauf der Herde auf diese Gefahr hingewiesen werden. Fakt ist, dass die wenigsten Verkäufer*innen über dieses Problem Bescheid wissen.

4. Elektrostatische Aufladung
Verglichen mit den obigen „Problemen“ klingt dieser Punkt fast profan – sollte aber dennoch nicht unbeachtet werden. Durch Kunstfaserteppiche, synthetische Raumtextilien und Bettwäsche, Kuscheltiere aus Synthetikfaser und dergleichen, kommt es zu elektrostatischer Aufladung.
Man kennt das ja vielleicht noch, dass es knistert und blitzt bei Reibung mit synthetischen Materialien. Das tut es dann auch, wenn man sein Schlafzimmer damit gestaltet – nur ist das Knistern hier dann definitiv nicht sinnlich, sondern nervend, schlafstörend und kann auch Allergien (z.B. Stauballergie) verstärken.

5. Licht
Wir sind von Natur aus so programmiert, dass wir auf Licht reagieren und es zum Schlafen dunkel brauchen. Helles Licht löst bei uns den Wachmodus aus und weckt die entsprechenden Hormone bzw. sorgt es für deren Bildung. Besonders wenn es sich um bläuliches Licht handelt. Wir brauchen auch Licht, damit wir bestimmte Stoffe bilden können – Melatonin, das durch den Rotanteil des Lichts, das auf die Netzhaut trifft, gebildet wird. Oder Vitamin D, für das man ausreichend (UV hältiges) Sonnenlicht braucht, damit der Körper es bilden kann. Leider sind unsere künstlichen Lichtquellen in vielerlei Hinsicht wenig hilfreich. 

Lebensfeindliche Lichtfrequenzen, im Sinne von nicht hilfreich

  • nicht melatoninbildendes Licht im „Blauspektrum“ – findet sich primär bei LEDs (auch wenn „warmweiß“ draufsteht)
  • Quecksilberstrahlung – bei klassischen, konventionelle Energiesparlampen (die alte Version)
  • hochfrequentes Flimmern (bei allen Energiesparlampen, da sie ein elektr. Vorschaltgerät haben)
  • Hauptlichtspektrum im Blaubereich (macht wach) – findet sich bei so gut wie allen modernen Energiesparlampen, aber auch bei Smartphones, Tablets, PC Bildschirmen …
    Es gibt übrigens Unternehmen, wo diese „blauen“ Lichtquellen bewusst zur Leistungssteigerung in den Arbeitsräumen eingesetzt wird.

6. Chemische Belastungen

Eigentlich sollten diese Stoffe schon längst aus unserem Alltag verschwunden sein, denn die meisten sind verboten. Dennoch finden sich immer wieder Belastungen davon in Schlaf- und Wohnräumen. Mag sein, dass man sich hier (günstige) Angebote aus dem Internet geholt hat oder es sich um Altlasten handelt. Der Effekt ist aber der gleiche: Es tut uns nicht gut und ist schichtweg gesundheitsschädlich. 
Das beste Messinstrument dabei ist unsere Nase: Was uns stinkt, ist schlecht für uns.

  • Formaldehyd
  • Bodenwachse mit Schwermetallen
  • Chem. Ausdünstung (meist aus Kunststoffen oder von Beschichtungen)

Speziell bedenklich können diese Belastungen in sog. Passivhäusern werden, wo die Luft nur umgewälzt bzw. nicht ausreichend ausgetauscht wird. Man kocht quasi im eigenen Saft.

Wie wird radiästhetisch untersucht?

1. Vor der Mutung steht die Vermutung – anderes ausgedrückt: die intuitive Radiästhesie. Sehen, beobachten, zuhören und hinein spüren, sich für den Platz öffnen und einfach wahrnehmen, was da ist. Wer kaum angekommen sofort mit Feuereifer drauflos mutet, dass die Antenne nur so schlackert, outet sich als Anfänger oder Scharlatan. Es gibt so unendlich viele Strukturen, nach denen man suchen kann – will man alle nach Schema F abarbeiten, wird man nie fertig. Darum braucht es zuerst eine Ahnung, was denn hier sein könnte, und das Wissen, was davon für die genannten Probleme in Frage kommt. Erst wenn man ein ungefähres Bild von der Umgebung hat und „da“ ist, sich auch die Probleme, die bei den hier wohnenden Menschen aktiv sind, vor Augen geführt hat, kann man sich auf die gezielte Suche und technische Mutung machen.

2. Technische Radiästhesie
Hat man einen Verdacht (Vermutung), was vor Ort an Strukturen vorhanden ist, wird mittels Ein- oder Zweihandruten, Pendel, Biotensor, Lecher/H3 Antenne etc. gemutet. Jede*r Radiästhet*in hat da seine* ihre eigenen Herangehensweise und bevorzugte Handhabung bzw. Gerätschaft.

Mit den klassischen Instrumenten könn(t)en mitunter auch moderne Strukturen, wie oben angeführt, gemutet werden. Dennoch ist es sinnvoller, gerade bei Hoch- und Niederfrequenz, mit Hilfe mit konventioneller Geräte zu messen.

3. Technische Messinstrumente
Hierbei handelt es sich elektronische Messinstrumente, mit denen man Elektrosmog, Wlan, Handy/Handymaststrahlung, Lärm, magnetische Strahlung, Licht usw. usf. austesten kann. Die hier eingesetzten Instrumente werden auch in der modernen Baubiologie/Technik verwendet und sind an sich a priori kein klassisches radiästhetisches Werkzeug. Bei der Untersuchung von Wohnräumen und Schlafplätzen haben sie sich aber als notwendig erwiesen und bewährt. Darum stehen sie in dieser Aufstellung.
Auch ein Kompass ist beim Austesten von Schlafräumen sinnvoll – unter anderem um magnetische Abweichungen feststellen zu können.

4. Karten
Viel Arbeit kann man sich auch ersparen, wenn man vor der radiästhetischen Untersuchung einen Blick auf die geologische Karte wirft. Speziell große Verwerfungen sind hier eingezeichnet und die sind kein gute Wohnplatz. 

Im vierten Teil meiner Schlafplatz-Serie geht es dann darum, wie man sich mit teils alten, überlieferten oder modernen Mitteln helfen kann, wenn der Schlafplatz belastet und der Schlaf gestört ist. 

Linktipps und weitere Infos zum Thema

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